Die Egg-Bank, eine reine Internetbank und 100%ige Tochter der Citibank, hat insgesamt 160.000 Kunden die Kreditkarte gekündigt. Begründet wurde dieses mit riskanten Darlehen an verschuldete Haushalte und deren schlechte Zahlungsmoral. Betroffene Kunden haben ketzt noch einen Monat Zeit, die Kreditkarte zu nutzen.
Die Citibank musste wegen der Kreditkrise bereits rund 17 Mrd. Dollar abschreiben. Die Aktion jetzt wird als deutliches Zeichen gesehen, dass die Kreditkrise vom Immobilienmarkt auch auf andere Bereiche übergreift.
Auf Deutschland übertragen wäre das so als ob die Citibank ihren Kunden den Dispo kündigt. In Großbritannien gibt es keinen Dispokredit auf den Girokonten. Statt dessen wird dort die Kreditkarte genutzt, um kurze Engpässe zu überbrücken.
04 Februar 2008
15 Januar 2008
Riester-Rente Unsinn?
Nach einem Bericht des ARD-Nachrichtenmagazins Monitor schlagen die Wellen hoch. Wesentlicher Kritikpunkt: die Riester-Rente lohnt sich nicht für Geringverdiener bzw. spätere Bezieher kleiner Renten, weil die Riesterrente auf die staatliche Grundsicherung angerechnet wird. Wer lebenslang in die Riesterrente eingezahlt hat, hat demnach im Rentenalter nicht mehr in der Haushaltskasse als der, der keine private Altersvorsorge hat.
Das schmeckt weder der Politik, die ja die Riesterrente mit lautem Trara beschlossen hat, noch Arbeitgeberverbänden und einigen anderen Organisationen. Kritik an dem bestehenden System der Förderung (und Anrechnung im Rentenalter) wird von diesen als Aufruf zum Sozialmißbrauch gedeutet.
Leider verstehe ich diesen Trubel um eine schon lange bekannte Tatsache nicht. Wo ist da der Aufruf zum Sozialmißbrauch, wenn man -z.B. als verantwortungsbewusster Berater- darauf hinweist, dass der Riester-Sparer am Ende ggf. keinen finanziellen Vorteil hat? Ganz im Gegenteil: ist ein(e) verantwortungsbewusste(r) Berater(in) schon aus Haftungsgründen nicht sogar verpflichtet, seine Kunden darauf hinzuweisen?
Dass sich jetzt sogar der Chefredakteur von Finanztest (Stiftung Warentest) hinstellt und die Riesterrente -mit ziemlich schwachen Argumenten- verteidigt, sehe ich eher als Kotau vor der Politik. Schließlich weist Finanztest z.B. in Untersuchungen zum Thema Berufs-/Erwerbsunfähigkeitsversicherungen regelmäßig darauf hin, dass sich kleine BU/EU-Renten nicht lohnen, weil diese eben auch auf die Grundsicherung ("Sozialhilfe") angerechnet werden. Bei Riester gelten plötzlich andere Maßstäbe?
So einfach ist es leider nicht, denn nicht wenige Experten gehen davon aus, dass das Rentenniveau (= die durchschnittliche Rente) in nicht einmal 20 Jahren schon allgemein nur noch auf der Höhe der Grunsicherung liegt.
Von der ganzen Diskussion sind Bezieher von Einkommen unter ca. 1.900 Euro brutto betroffen. Wer dann noch ca. 35 Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat, darf -wahrscheinlich seine Riester- und Betriebsrenten (o.ä.) voll für sich behalten. Wer unter diesem Einkommen liegt und/oder nicht wenigstens 35 Jahre eingezahlt hat, "wischt sich später die Nase".
Wie sollte man bei der Altersvorsorge vorgehen?
Letztlich gibt es für die Bezieher "kleinerer" Einkommen tatsächlich wohl nur 2 Möglichkeiten, um im Alter nicht ganz ohne dazustehen. Möglichkeit Nr. 1 wäre, die eigengenutzte Immobilie zu erwerben, um so im Alter zumindest die Miete zu sparen. Allerdings sollte diese Immobilie so aussehen, dass sie im Alter auch vernünftig nutzbar ist und -nach heutigen- Maßstäben nicht als verwertbares Vermögen bzw. auf die Grundversorgúng angerechnet wird.
Möglichkeit Nr. 2 ist tatsächlich das Ansparen von Kapital, um dieses dann im Rentenalter eigenständig zu verbrauchen (statt eine Rene zu beziehen).
Das schmeckt weder der Politik, die ja die Riesterrente mit lautem Trara beschlossen hat, noch Arbeitgeberverbänden und einigen anderen Organisationen. Kritik an dem bestehenden System der Förderung (und Anrechnung im Rentenalter) wird von diesen als Aufruf zum Sozialmißbrauch gedeutet.
Leider verstehe ich diesen Trubel um eine schon lange bekannte Tatsache nicht. Wo ist da der Aufruf zum Sozialmißbrauch, wenn man -z.B. als verantwortungsbewusster Berater- darauf hinweist, dass der Riester-Sparer am Ende ggf. keinen finanziellen Vorteil hat? Ganz im Gegenteil: ist ein(e) verantwortungsbewusste(r) Berater(in) schon aus Haftungsgründen nicht sogar verpflichtet, seine Kunden darauf hinzuweisen?
Dass sich jetzt sogar der Chefredakteur von Finanztest (Stiftung Warentest) hinstellt und die Riesterrente -mit ziemlich schwachen Argumenten- verteidigt, sehe ich eher als Kotau vor der Politik. Schließlich weist Finanztest z.B. in Untersuchungen zum Thema Berufs-/Erwerbsunfähigkeitsversicherungen regelmäßig darauf hin, dass sich kleine BU/EU-Renten nicht lohnen, weil diese eben auch auf die Grundsicherung ("Sozialhilfe") angerechnet werden. Bei Riester gelten plötzlich andere Maßstäbe?
Übrigens: wenn Finanztest logischerweise dazu aufruft, sich kurz vor Beginn der Rentenzahlen ggf. das gesamte angesparte Kapital auszahlen zu lassen (bei Rückzahlung der Förderung), um dann Geld zu haben, das nicht auf die Grundsicherung angerechnet wird, ist das auch ein Aufruf zum Sozialmißbrauch?
Die Lösung des Problems wäre doch ganz einfach (auf dem Papier): der Gesetzgeber muss nur regeln, dass die Riesterrente nicht auf die Grundsicherung angerechnet wird, also ein echter Zusatz ist. Damit wäre zumindest den Beziehern von Minirenten geholfen, oder?So einfach ist es leider nicht, denn nicht wenige Experten gehen davon aus, dass das Rentenniveau (= die durchschnittliche Rente) in nicht einmal 20 Jahren schon allgemein nur noch auf der Höhe der Grunsicherung liegt.
Von der ganzen Diskussion sind Bezieher von Einkommen unter ca. 1.900 Euro brutto betroffen. Wer dann noch ca. 35 Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat, darf -wahrscheinlich seine Riester- und Betriebsrenten (o.ä.) voll für sich behalten. Wer unter diesem Einkommen liegt und/oder nicht wenigstens 35 Jahre eingezahlt hat, "wischt sich später die Nase".
Wie sollte man bei der Altersvorsorge vorgehen?
Letztlich gibt es für die Bezieher "kleinerer" Einkommen tatsächlich wohl nur 2 Möglichkeiten, um im Alter nicht ganz ohne dazustehen. Möglichkeit Nr. 1 wäre, die eigengenutzte Immobilie zu erwerben, um so im Alter zumindest die Miete zu sparen. Allerdings sollte diese Immobilie so aussehen, dass sie im Alter auch vernünftig nutzbar ist und -nach heutigen- Maßstäben nicht als verwertbares Vermögen bzw. auf die Grundversorgúng angerechnet wird.
Möglichkeit Nr. 2 ist tatsächlich das Ansparen von Kapital, um dieses dann im Rentenalter eigenständig zu verbrauchen (statt eine Rene zu beziehen).
12 Januar 2008
GMAC RFC Bank beendet Baufinanzierungsgeschäft
Die ehemals zum General Motors Konzern gehörende GMAC RFC Bank stellt zu Mitte Januar das Neugeschäft mit Immobilienfinanzierungen in Deutschland ein.
GMAC hatte sich mit dem Produkt "Baufilligenz" insbesondere auf Vollfinanzierungen ohne Eigenkapital konzentriert und stand im Ruf einer eher "lockeren Darlehnsvergabe" auch an Selbständige.
Hintergrund für das Ende des Baufinanzierungsgeschäftes dürften Probleme bei der Refinanzierung sein. Aufgrund der "allgemeinen Banken- und Hypothekenkrise" wurde es für Anbieter wie die GMAC immer schwieriger Refinanzierungsmittel zu bekommen.
Die Abwicklung bereits vergebener Darlehen und auch die Betreuung der Kunden ist von dem Ende des Neugeschäftes zunächst nicht betroffen.
GMAC hatte sich mit dem Produkt "Baufilligenz" insbesondere auf Vollfinanzierungen ohne Eigenkapital konzentriert und stand im Ruf einer eher "lockeren Darlehnsvergabe" auch an Selbständige.
Hintergrund für das Ende des Baufinanzierungsgeschäftes dürften Probleme bei der Refinanzierung sein. Aufgrund der "allgemeinen Banken- und Hypothekenkrise" wurde es für Anbieter wie die GMAC immer schwieriger Refinanzierungsmittel zu bekommen.
Die Abwicklung bereits vergebener Darlehen und auch die Betreuung der Kunden ist von dem Ende des Neugeschäftes zunächst nicht betroffen.
06 Januar 2008
Postbank: Aus für 4,5% aufs Tagesgeld!
Die Postbank AG hat am 05.01.2008 ihre Sonderaktion "4,5% Zinsen auf das Tagesgeld" gestoppt und die Zinssätze -nach Anlagebetrag gestaffelt- deutlich reduziert. Gerade bei Anlagebeträgen bis 20.000 Euro sind die neuen Zinskonditionen der Postbank uninteressant.
Ausfürhliche Informationen zum Thema Tagesgeld und einen aktuellen Vergleich verschiedener Anbieter finden Sie unter www.1x1tagesgeld.de
Ausfürhliche Informationen zum Thema Tagesgeld und einen aktuellen Vergleich verschiedener Anbieter finden Sie unter www.1x1tagesgeld.de
28 Dezember 2007
Neue Informationspflicht bei Versicherungen: DVAG zittert!?
In einem kleinen Nebensatz im Handelsblatt (27.12.207) ist zu lesen, dass die Deutsche Vermögensberatung AG ("DVAG") mehrere Klagen gegen die neuen Informationspflichten bei Versicherungsverträgen (VVG-InfoV) anstrebt.
Hintergrund: gem. den Infomationspflichten müssen Versicherer ab 01.01.2008 ihre Kunden bei Neuabschlüssen von Lebens-, Berufsunfähigkeits- und Krankenversicherungen über die Höhe der Abschlusskosten, insbesondere auch die Vermittlerprovisionen aufklären.
Dass das einem Strukturvertrieb wie der DVAG nicht gefällt, dürfte klar sein. Schließlich erfahren so nicht nur die Kunden, wieviel Provisionen die DVAG insgesamt erhält, auch der "kleine Abschlussvermittler" vor Ort wird sich ggf. die Augen reiben. Erfährt er doch so (erstmalig?), welcher Provisionsanteil bei ihm selbst ankommt und wieviel sich die Struktur der DVAG "einsackt". Wahrscheinlich dürfte nicht einmal die Hälfte der Abschlussprovisionen bei "dem Mann oder der Frau vor Ort" ankommen.
Angeblich fürchtet die DVAG (wie andere auch) das "Geschacher" der eigenen Kunden um Provisionen und Rückerstattungen. Tatsächlich dürfte die DVAG aber sehr viel mehr das Provisionsgeschacher der eigenen Vertriebsmitarbeiter fürchten, zumal kleinere Vertriebe sicher auf diesen Zug aufspringen und mit höheren Provisionen werben werden (was viele ja eh schon tun).
Aber den Strukturvertieben bleibt ja noch ein Hintertürchen: Das Problem bei der ganzen Angelegenheit aus Verbrauchersicht ist nämlich, dass Versicherer künftig nur" die einkalkulierten und nicht die tatsächlichen Kosten ausweisen müssen. Diese kalkulierten Kosten dürften insbesondere bei fondsgebundenen Lebensversicherungen geringer ausfallen als die tatsächlich entstehenden Kosten (z.B. Vermittlungsprovisionen). Diese Differenz wird dann (für den Kunden unsichtbar) z.B. über die reinen Fonds ausgeglichen (die Fondsgesellschaften zahlen wiederum Provisionen an die Versicherungsgesellschaften). Da Strukturvertriebe liebend gerne (meist völlig unsinnige!) fondsgebundene Lebensversicherungen verkaufen, ist es schon Essig mit der Transparenz für den Kunden.
Merke: Transparenz ist der Feind eines jedes Strukturvertriebs!?
Hintergrund: gem. den Infomationspflichten müssen Versicherer ab 01.01.2008 ihre Kunden bei Neuabschlüssen von Lebens-, Berufsunfähigkeits- und Krankenversicherungen über die Höhe der Abschlusskosten, insbesondere auch die Vermittlerprovisionen aufklären.
Dass das einem Strukturvertrieb wie der DVAG nicht gefällt, dürfte klar sein. Schließlich erfahren so nicht nur die Kunden, wieviel Provisionen die DVAG insgesamt erhält, auch der "kleine Abschlussvermittler" vor Ort wird sich ggf. die Augen reiben. Erfährt er doch so (erstmalig?), welcher Provisionsanteil bei ihm selbst ankommt und wieviel sich die Struktur der DVAG "einsackt". Wahrscheinlich dürfte nicht einmal die Hälfte der Abschlussprovisionen bei "dem Mann oder der Frau vor Ort" ankommen.
Angeblich fürchtet die DVAG (wie andere auch) das "Geschacher" der eigenen Kunden um Provisionen und Rückerstattungen. Tatsächlich dürfte die DVAG aber sehr viel mehr das Provisionsgeschacher der eigenen Vertriebsmitarbeiter fürchten, zumal kleinere Vertriebe sicher auf diesen Zug aufspringen und mit höheren Provisionen werben werden (was viele ja eh schon tun).
Aber den Strukturvertieben bleibt ja noch ein Hintertürchen: Das Problem bei der ganzen Angelegenheit aus Verbrauchersicht ist nämlich, dass Versicherer künftig nur" die einkalkulierten und nicht die tatsächlichen Kosten ausweisen müssen. Diese kalkulierten Kosten dürften insbesondere bei fondsgebundenen Lebensversicherungen geringer ausfallen als die tatsächlich entstehenden Kosten (z.B. Vermittlungsprovisionen). Diese Differenz wird dann (für den Kunden unsichtbar) z.B. über die reinen Fonds ausgeglichen (die Fondsgesellschaften zahlen wiederum Provisionen an die Versicherungsgesellschaften). Da Strukturvertriebe liebend gerne (meist völlig unsinnige!) fondsgebundene Lebensversicherungen verkaufen, ist es schon Essig mit der Transparenz für den Kunden.
Merke: Transparenz ist der Feind eines jedes Strukturvertriebs!?
04 Dezember 2007
AWD: vorbei mit "uanbhängiger Finanzoptimierer"
Die Börse feiert das Übernahmeangebot der Swiss Life für den AWD schon als Beginn einer neuen Übernahmewelle. Auf der anderen Seite ist genau das aber auch das Ende eines ohnehin nicht wirklich "unabhängigen Finanzoptimierers".
Auch wenn der Noch-Vorstand Carsten Maschmeyer immer wieder betont, dass der AWD seine Eigenständigkeit und Unabhängigkeit bewahren wird: wer das ernsthaft glaubt, kann wohl schmeichelnd ausgedrückt als naiv bezeichnet werden.
Die Swiss Life als größter Lebensbersicherer in der Schweiz wird kaum rund 1 Mrd Euro für einen Vertrieb ausgeben, wenn dieser nicht in Zukunft vor allem Produkte der Mutter verkaufen soll. Und so lobte auch der Chef der Swiss Life auf der Pressekonferenz die tollen Möglichkeiten, die sich Swiss Life dadurch bieten würden.
Ein weiteres Problem: Unternehmen wie der AWD leben vor allem von den "charismatischen Führungspersönlichkeiten". Verlassen diese ein Unternehmen, geht meist die Hälfte der Vertriebsmannschaft mit. So ist schließlich auch mal der AWD selbst entstanden, nachdem Carsten Maschmeyer die OVB verlasen hat. Und auch diesmal werden sicher eine Reihe von Vertriebsmitarbeitern gehen, die sich nicht für den Verkaufskarren eines schweizer Versicherers spannen und ihre vermeintliche Unabhängigkeit bewahren wollen. Und wahrscheinlich geht sogar mittelfristig Carsten Maschmeyer selbst. Und macht dann was?
Für Swiss Life könnte sich der Deal mit dem AWD somit als echter Fehlgriff erweisen. Und die, gerade als "Berater" beim AWD bleiben, dürfte es vorbei sein mit der -irreführenden- Werbung vom "unabhängigen Finanzoptimierer".
Auch wenn der Noch-Vorstand Carsten Maschmeyer immer wieder betont, dass der AWD seine Eigenständigkeit und Unabhängigkeit bewahren wird: wer das ernsthaft glaubt, kann wohl schmeichelnd ausgedrückt als naiv bezeichnet werden.
Die Swiss Life als größter Lebensbersicherer in der Schweiz wird kaum rund 1 Mrd Euro für einen Vertrieb ausgeben, wenn dieser nicht in Zukunft vor allem Produkte der Mutter verkaufen soll. Und so lobte auch der Chef der Swiss Life auf der Pressekonferenz die tollen Möglichkeiten, die sich Swiss Life dadurch bieten würden.
Ein weiteres Problem: Unternehmen wie der AWD leben vor allem von den "charismatischen Führungspersönlichkeiten". Verlassen diese ein Unternehmen, geht meist die Hälfte der Vertriebsmannschaft mit. So ist schließlich auch mal der AWD selbst entstanden, nachdem Carsten Maschmeyer die OVB verlasen hat. Und auch diesmal werden sicher eine Reihe von Vertriebsmitarbeitern gehen, die sich nicht für den Verkaufskarren eines schweizer Versicherers spannen und ihre vermeintliche Unabhängigkeit bewahren wollen. Und wahrscheinlich geht sogar mittelfristig Carsten Maschmeyer selbst. Und macht dann was?
Für Swiss Life könnte sich der Deal mit dem AWD somit als echter Fehlgriff erweisen. Und die, gerade als "Berater" beim AWD bleiben, dürfte es vorbei sein mit der -irreführenden- Werbung vom "unabhängigen Finanzoptimierer".
26 November 2007
Postbank vor dem Verkauf?
Offiziell ist gar nichts, aber hinter den Kullissen wird schon länger über den Verkauf der Postbank spekuliert. Heissester Aspirant ist derzeit die Deutsch Bank. Die sieht zwar laut Herrn Ackermann derzeit keinen Handlungsbedarf, denn schließlich habe man ja gerade erst die Norisbank erworben (was für ein Vergleich!).
Auch die Post hat bisher alle Verkaufsangebot ausgeschlagen, aber Herr Zumwinckel will nach der Liberalisierung der Post zum 01.01.2008 ggf. über einen Verkauf der Postbank nachdenken (klingt nach "Kriegskasse" auffüllen). Unter Einbeziehung der Pokerphase wissen wir vielleicht im zweiten Halbjahr 2008 mehr.
Auch die Post hat bisher alle Verkaufsangebot ausgeschlagen, aber Herr Zumwinckel will nach der Liberalisierung der Post zum 01.01.2008 ggf. über einen Verkauf der Postbank nachdenken (klingt nach "Kriegskasse" auffüllen). Unter Einbeziehung der Pokerphase wissen wir vielleicht im zweiten Halbjahr 2008 mehr.
18 November 2007
Wie die Bankfilialen sich verändert haben...
Wer mal einen Blick auf das Aussehen und die Entwicklung von Bankfilialen seit den letzten 50 Jahren werfen möchte, kann dies gerade bei der Financial Times Deutschland tun; siehe www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/273448.html
11 November 2007
Ein Gespenst geht um...die Inflation...
Sie sind ein Sicherheitsbewusster Anleger, der Risiken grundsätzlich scheut und genau wissen möchte, wie sich sein mühsam gespartes Geld in Zukunft entwickelt? Sie möchten am liebsten wissen, wann was auf Ihrem Konto steht?
Dann gibt es ein gute Nachricht: das können Sie mit Tages-/Festgeldanlagen oder festverzinslichen Wertpapieren erreichen. Kein Risiko und eine normale, halbwegs berrechenbare Verzinsung.
Die schlechte Nachricht, die Sie auf keinem Konto- oder Depotauszug finden: trotz vielleicht akzeptabler Verzinsung haben Sie am Ende ggf. ein Minus auf dem Konto; kein Minus in Zahlen, aber ein Minus bei dem, was Sie mit dem angesparten Kapital anfangen können.
Das Zauberwort heisst: Inflation
Wir haben derzeit eine Inflationsrate von rund 2,6% (der Durchschnitt der letzten 50 Jahre lag bei rund 2,8%). Aber was bedeutet das? Die Infaltionsrate spiegelt den Preisanstieg für Waren und Dienstleistungen wieder oder -umgekehrt- den Wertverlust des Geldes. Zahle ich für eine Ware heute 100 Euro, kostet mich diese in einem Jahr schon 102,60 Euro. Umgekehrt kann man sagen: 100 Euro heute sind in 30 Jahren nur noch rund 50 Euro wert (bei einer Inflationsrate von gut 2%).
Diese Inflation trifft ganz besonders den "typischen deutschen Sparer", der sein Geld klassisch auf vergleichsweise niedrig verzinsten Tages- oder Festgeldkonten anlegt. Nach Abzug von Steuern und nach "Abzug" der Inflationsrate ergibt sich derzeit - im besten Fall- ein Wertzuwachs von 0 %.
Dies ist besonders fatal, wenn es um die private Altersversorgung geht. Berater/innen von Banken, Versicherungen usw. legen ihren Kunden gerne tolle Berechnungen vor, die zeigen, wie hoch das angesparte Kapital in z.B. 20 oder 30 Jahren ist. Dabei kommen Beträge heraus, die dem normalen Anleger immens hoch vorkommen. ein solcher Betrag heute auf dem Konto, was könnte man sich dafür alles leisten!? Dies sorgt für ein Gefühl der Sicherheit: das Thema Altersversorgung ist damit erledigt und man muss sich künftig nicht mehr kümmern. Und genau in diesem Moment schnappt die Infaltionsfalle zu, denn in 30 Jahren sind das angesparte Kapital oder die Zusatzrente nur noch die Hälfte wert.
Die Infaltion trifft grundsätzlich alle Anlageformen mehr oder weniger direkt, also auch Aktien- oder Immobilienanlagen. Wer keine bösen Überraschungen erleben will, sollte daher seine Sparraten daher zumindest "dynamisieren", also der Teuerungs-/Infaltionsrate anpassen.
Dann gibt es ein gute Nachricht: das können Sie mit Tages-/Festgeldanlagen oder festverzinslichen Wertpapieren erreichen. Kein Risiko und eine normale, halbwegs berrechenbare Verzinsung.
Die schlechte Nachricht, die Sie auf keinem Konto- oder Depotauszug finden: trotz vielleicht akzeptabler Verzinsung haben Sie am Ende ggf. ein Minus auf dem Konto; kein Minus in Zahlen, aber ein Minus bei dem, was Sie mit dem angesparten Kapital anfangen können.
Das Zauberwort heisst: Inflation
Wir haben derzeit eine Inflationsrate von rund 2,6% (der Durchschnitt der letzten 50 Jahre lag bei rund 2,8%). Aber was bedeutet das? Die Infaltionsrate spiegelt den Preisanstieg für Waren und Dienstleistungen wieder oder -umgekehrt- den Wertverlust des Geldes. Zahle ich für eine Ware heute 100 Euro, kostet mich diese in einem Jahr schon 102,60 Euro. Umgekehrt kann man sagen: 100 Euro heute sind in 30 Jahren nur noch rund 50 Euro wert (bei einer Inflationsrate von gut 2%).
Diese Inflation trifft ganz besonders den "typischen deutschen Sparer", der sein Geld klassisch auf vergleichsweise niedrig verzinsten Tages- oder Festgeldkonten anlegt. Nach Abzug von Steuern und nach "Abzug" der Inflationsrate ergibt sich derzeit - im besten Fall- ein Wertzuwachs von 0 %.
Dies ist besonders fatal, wenn es um die private Altersversorgung geht. Berater/innen von Banken, Versicherungen usw. legen ihren Kunden gerne tolle Berechnungen vor, die zeigen, wie hoch das angesparte Kapital in z.B. 20 oder 30 Jahren ist. Dabei kommen Beträge heraus, die dem normalen Anleger immens hoch vorkommen. ein solcher Betrag heute auf dem Konto, was könnte man sich dafür alles leisten!? Dies sorgt für ein Gefühl der Sicherheit: das Thema Altersversorgung ist damit erledigt und man muss sich künftig nicht mehr kümmern. Und genau in diesem Moment schnappt die Infaltionsfalle zu, denn in 30 Jahren sind das angesparte Kapital oder die Zusatzrente nur noch die Hälfte wert.
Die Infaltion trifft grundsätzlich alle Anlageformen mehr oder weniger direkt, also auch Aktien- oder Immobilienanlagen. Wer keine bösen Überraschungen erleben will, sollte daher seine Sparraten daher zumindest "dynamisieren", also der Teuerungs-/Infaltionsrate anpassen.
16 September 2007
MiFID: Anleger erhalten mehr Rechte
Handelsblatt: Künftig sollen Anleger eine umfassendere Anlageberatung bekommen und detailliert über die Höhe der Provisionen informiert werden. Das sieht die neue EU-Richtlinie MiFID (Markets in Financial Instruments Directive) vor, die ab November 2007 in Kraft tritt. Der Nutzen der neuen Regeln für die Anleger ist jedoch nicht unumstritten.
Den kompletten Artikel finden Sie unter: www.handelsblatt.com/News/Vorsorge-Anlage/Aktuell/_pv/_p/203903/_t/ft/_b/1323503/default.aspx/anleger-erhalten-mehr-rechte-gegenueber-kreditinstituten.html
Den kompletten Artikel finden Sie unter: www.handelsblatt.com/News/Vorsorge-Anlage/Aktuell/_pv/_p/203903/_t/ft/_b/1323503/default.aspx/anleger-erhalten-mehr-rechte-gegenueber-kreditinstituten.html
06 September 2007
Bundesregierung beschliesst Girokonto mit Pfändungsschutz
Wer als Schuldner sein Konto vor Pfändungen schützen will, muss -noch- den beschwerlichen Rechtsweg einschlagen. Nur mit einem Gerichtsbeschluss, der der Hausbank vorgelegt werden muss, kann diese dazu gebracht werden, Pfändungs- und Überweisungsbeschlüsse zu ignorieren.
Die Bundesregierung hat jetzt (05.09.2007) beschlossen, ein sog. “Pfändungsschutzkonto” einzuführen bzw. Banken dazu zu verpflichten, ein solches Konto auf einfachen Kundenwunsch hin einzurichten. Ein Guthaben von bis zu 985,15 Euro ist dann grundsätzlich von Kontopfändungen ausgenommen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um Guthaben aus dem Bezug von Arbeitslohn, Hartz 4 oder Einkommen aus selbständiger Tätigkeit handelt.
Das entsprechende Gesetz soll im November in den Bundesrat und dann Anfang nächsten Jahres vom Bundestag entgültig beschlossen werden.
Die Bundesregierung hat jetzt (05.09.2007) beschlossen, ein sog. “Pfändungsschutzkonto” einzuführen bzw. Banken dazu zu verpflichten, ein solches Konto auf einfachen Kundenwunsch hin einzurichten. Ein Guthaben von bis zu 985,15 Euro ist dann grundsätzlich von Kontopfändungen ausgenommen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um Guthaben aus dem Bezug von Arbeitslohn, Hartz 4 oder Einkommen aus selbständiger Tätigkeit handelt.
Das entsprechende Gesetz soll im November in den Bundesrat und dann Anfang nächsten Jahres vom Bundestag entgültig beschlossen werden.
13 August 2007
Hypothekenkrise wie in USA auch in Deutschland möglich?
Es vergeht derzeit kaum ein Tag, an dem die Presse nicht über die negativen Auswirkungen der Hypothekenkrise in den USA berichtet. Glaubt man einigen Experten sind wir gerade nochmal an der größten Bankenkrise seit 1931 vorbeigeschrammt. Andere Experten sehen uns erst auf eine solche Bankenkrise zusteuern. Und wieder andere Experten finden, dass alles halb so schlimm ist.
Aber was steckt jetzt eigentlich hinter der Krise bei den US-Hypotheken- Banken?
Eigentlich ist es ganz einfach: die Krise rührt daher, dass viele US-Bürger die Raten für ihre Immobilien oder insgesamt fällige Darlehen nicht mehr zahlen können. Die Gründe dafür sind, dass zum einen die Zinsen für die Kredite in den letzten Monaten stark gestiegen sind (in den USA finanziert man Immobilien fast ausschließlich mit variablen Krediten), zum anderen sind die Immobilienkreis vielerorts massiv gesunken und Banken fordern daher höhere Sicherheiten oder die (teilweise) Rückzahlung der Kredite.
Die Entwicklung war/ist in den USA so dramatisch, dass viele Hypothekenbanken den Geschäftsbetrieb vollständig einstellen und Gläubigerschutz (“Insolvenz”) anmelden mussten.Hatte diese Entwicklung am Anfang vor allem Banken getroffen, die sich auf riskanter Finanzierungen eingelassen haben (z.B. Volfinanzierungen ohne Eigenkapital auch für Geringverdiener; sog. “Suprime-Finanzierungen”), weitet sich das ganze immer weiter aus und trifft mittlerweile auch Banken, die das “normale” Geschäft betreiben.
Künftig Probleme bei der Refinanzierung?
Banken, die Baudarlehen/Hypothekendarlehen vergeben, haben das Geld dafür nicht in der Portokasse, sondern müssen sich das Geld am Kapitalmarkt beschaffen (“Refinanzierung”). Das war in der Vergangenheit relativ simpel, denn insbesondere Fonds haben massenhaft und “blind” Kredite aufgekauft, weil sie sich davon ein gutes Geschäft versprochen haben. Nur: können die Kunden ihre Kreditraten nicht mehr zahlen, können auch die Banken nicht mehr an die Fondsgesellschaften zahlen. und vielen Fondsgesellschaften ist jetzt erst aufgegangen, dass auch derartige Hypotheken- Darlehen nicht ganz so sicher sind, wie ursprünglich gedacht.
Das grosse Problem: Banken und Investoren wie die deutsche IKB Bank wissen oft nicht, was sie da an Darlehen ausgekauft haben und wie sicher die Rückzahlung ist. Und angesichts “massenhafter” Schließungen von Hypothekenbanken in den USA, steht zu befürchten, dass diese Gelder verloren sind.In der Folge ziehen sich immer mehr Fondsgesellschaften oder andere Investoren, z.B. andere Banken, aus diesem Geschäft zurück. In der Folge fehlt es den Hypothekenbanken an Geld oder sie müssen -aufgrund des höheren Risikos- selbst höhere Zinsen zahlen.
Welche Auswirkungen hat die Krise in den USA auf Deutschland?
Über die Auswirkungen, insbesondere für den, der jetzt selbst ein Immobilienfinanzierung benötigt, sind sich die Experten nicht wirklich einig. Die eine Seite behauptet, dass Baudarlehen jetzt teurer werden, weil Banken zum einen selbst höhere Zinsen zahlen müssen und zum anderen auch die Risikozuschläge erhöhen werden. Die andere Seite behauptet dagegen, dass die Zinsen gleichbleiben oder sogar noch sinken werden, weil sich Investoren wieder auf sichere Anlagen konzentrieren, die weniger Zinsen bringen. Damit sinken ggf. auch die Refinanzierungskosten bei den Banken.
Spannend bleibt es vor allem bei den ausländischen Anbietern, die in den letzten Monaten nach Deutschland gekommen sind, um hier das Geschäft mit den sog. “Suprime-Finanzierungen” zu forcieren (wenn auch unter ganz anderen Rahmenbedingungen als in den USA). Hier bleibt abzuwarten, ob dieses Geschäft eben wegen der anderen Rahmenbedingungen in Deutschland weiter betrieben oder -z.B. mangels ausreichender Refinanzierungsmöglichkeiten- wieder eingestellt wird.
Merke: nichts genaues weiss man nicht!
Quelle: www.baufi-nord.de
Aber was steckt jetzt eigentlich hinter der Krise bei den US-Hypotheken- Banken?
Eigentlich ist es ganz einfach: die Krise rührt daher, dass viele US-Bürger die Raten für ihre Immobilien oder insgesamt fällige Darlehen nicht mehr zahlen können. Die Gründe dafür sind, dass zum einen die Zinsen für die Kredite in den letzten Monaten stark gestiegen sind (in den USA finanziert man Immobilien fast ausschließlich mit variablen Krediten), zum anderen sind die Immobilienkreis vielerorts massiv gesunken und Banken fordern daher höhere Sicherheiten oder die (teilweise) Rückzahlung der Kredite.
Die Entwicklung war/ist in den USA so dramatisch, dass viele Hypothekenbanken den Geschäftsbetrieb vollständig einstellen und Gläubigerschutz (“Insolvenz”) anmelden mussten.Hatte diese Entwicklung am Anfang vor allem Banken getroffen, die sich auf riskanter Finanzierungen eingelassen haben (z.B. Volfinanzierungen ohne Eigenkapital auch für Geringverdiener; sog. “Suprime-Finanzierungen”), weitet sich das ganze immer weiter aus und trifft mittlerweile auch Banken, die das “normale” Geschäft betreiben.
Künftig Probleme bei der Refinanzierung?
Banken, die Baudarlehen/Hypothekendarlehen vergeben, haben das Geld dafür nicht in der Portokasse, sondern müssen sich das Geld am Kapitalmarkt beschaffen (“Refinanzierung”). Das war in der Vergangenheit relativ simpel, denn insbesondere Fonds haben massenhaft und “blind” Kredite aufgekauft, weil sie sich davon ein gutes Geschäft versprochen haben. Nur: können die Kunden ihre Kreditraten nicht mehr zahlen, können auch die Banken nicht mehr an die Fondsgesellschaften zahlen. und vielen Fondsgesellschaften ist jetzt erst aufgegangen, dass auch derartige Hypotheken- Darlehen nicht ganz so sicher sind, wie ursprünglich gedacht.
Das grosse Problem: Banken und Investoren wie die deutsche IKB Bank wissen oft nicht, was sie da an Darlehen ausgekauft haben und wie sicher die Rückzahlung ist. Und angesichts “massenhafter” Schließungen von Hypothekenbanken in den USA, steht zu befürchten, dass diese Gelder verloren sind.In der Folge ziehen sich immer mehr Fondsgesellschaften oder andere Investoren, z.B. andere Banken, aus diesem Geschäft zurück. In der Folge fehlt es den Hypothekenbanken an Geld oder sie müssen -aufgrund des höheren Risikos- selbst höhere Zinsen zahlen.
Welche Auswirkungen hat die Krise in den USA auf Deutschland?
Über die Auswirkungen, insbesondere für den, der jetzt selbst ein Immobilienfinanzierung benötigt, sind sich die Experten nicht wirklich einig. Die eine Seite behauptet, dass Baudarlehen jetzt teurer werden, weil Banken zum einen selbst höhere Zinsen zahlen müssen und zum anderen auch die Risikozuschläge erhöhen werden. Die andere Seite behauptet dagegen, dass die Zinsen gleichbleiben oder sogar noch sinken werden, weil sich Investoren wieder auf sichere Anlagen konzentrieren, die weniger Zinsen bringen. Damit sinken ggf. auch die Refinanzierungskosten bei den Banken.
Spannend bleibt es vor allem bei den ausländischen Anbietern, die in den letzten Monaten nach Deutschland gekommen sind, um hier das Geschäft mit den sog. “Suprime-Finanzierungen” zu forcieren (wenn auch unter ganz anderen Rahmenbedingungen als in den USA). Hier bleibt abzuwarten, ob dieses Geschäft eben wegen der anderen Rahmenbedingungen in Deutschland weiter betrieben oder -z.B. mangels ausreichender Refinanzierungsmöglichkeiten- wieder eingestellt wird.
Merke: nichts genaues weiss man nicht!
Quelle: www.baufi-nord.de
23 Juli 2007
Hypo Real Estate kauft Depfa Bank
Im Fusions-Monopoly der internationalen Bankenbranche spielen auch die Deutschen wieder mit: Der Münchener Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate will die irische Depfa übernehmen. Der Deal ist fast 6 Mrd. Euro schwer. Für die Mitarbeiter besteht offenbar kein Grund zur Sorge.
Der Vorstand der Hypo Real Estate (HRE) einigte sich mit dem Direktorium der Depfa auf einen Zusammenschluss der beiden Unternehmen, wie es am Montag in einer Ad-hoc-Mitteilung hieß. Als Folge dieser Vereinbarung werde die Depfa ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Hypo Real Estate. Die Vereinbarung bedarf noch der Genehmigung durch den irischen High Court und der Zustimmung der Depfa-Aktionäre.
Die Hypo Real Estate zahlt 16,14 Euro je Depfa-Aktie. Das entspricht einem Aufschlag von rund 17 Prozent auf den Schlusskurs von Freitag. Insgesamt zahlen die Münchner für die Depfa rund 5,7 Mrd. Euro. Die Börsianer sehen die Transaktion kritisch und monieren den hohen Kaufpreis. Die HRE-Aktie verlor rund sechs Prozent.
Den vollständigen Artikel lesen Sie unter: www.ftd.de/unternehmen/:Hypo%20Real%20Estate%20Depfa%20Bank/229754.html
Der Vorstand der Hypo Real Estate (HRE) einigte sich mit dem Direktorium der Depfa auf einen Zusammenschluss der beiden Unternehmen, wie es am Montag in einer Ad-hoc-Mitteilung hieß. Als Folge dieser Vereinbarung werde die Depfa ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Hypo Real Estate. Die Vereinbarung bedarf noch der Genehmigung durch den irischen High Court und der Zustimmung der Depfa-Aktionäre.
Die Hypo Real Estate zahlt 16,14 Euro je Depfa-Aktie. Das entspricht einem Aufschlag von rund 17 Prozent auf den Schlusskurs von Freitag. Insgesamt zahlen die Münchner für die Depfa rund 5,7 Mrd. Euro. Die Börsianer sehen die Transaktion kritisch und monieren den hohen Kaufpreis. Die HRE-Aktie verlor rund sechs Prozent.
Den vollständigen Artikel lesen Sie unter: www.ftd.de/unternehmen/:Hypo%20Real%20Estate%20Depfa%20Bank/229754.html
27 Juni 2007
Immobilien: Finanzinvestoren flüchten vom deutschen Markt
Die Welt v. 26.06.2007: Kehrtwende auf dem deutschen Wohnungsmarkt: Angelsächsische Finanzinvestoren wie Cerberus und Blackstone stoßen derzeit im großen Stil ihre erst kürzlich erworbenen Immobilien wieder ab. Die Renditen blieben deutlich hinter den Erwartungen zurück, die Mieten stiegen nicht im erhofften Maße.
Angelsächsische Private Equity Funds ziehen am deutschen Wohnungsmarkt die Notbremse. Nachdem der US-Investor Blackstone bereits 31.000 Wohnungen an die Immobilientochter des italienischen Mischkonzern Pirelli veräußert hat, will nun die Beteiligungsgesellschaft Cerberus ihre 22.000 Baubecon-Wohnungen abstoßen, darunter auch 5.900 Wohnungen in Berlin. Marktbeobachter sind nicht überrascht: „Viele Investoren haben sich verkalkuliert“, weiß Frank Kammerer von der Wiesbadener Berner Group, die Immobilienportfolios für Investoren analysiert.
......
Den vollständigen Artikel finden Sie unter: www.welt.de/finanzen/article976806/Finanzinvestoren_fluechten_vom_deutschen_Markt.html
Angelsächsische Private Equity Funds ziehen am deutschen Wohnungsmarkt die Notbremse. Nachdem der US-Investor Blackstone bereits 31.000 Wohnungen an die Immobilientochter des italienischen Mischkonzern Pirelli veräußert hat, will nun die Beteiligungsgesellschaft Cerberus ihre 22.000 Baubecon-Wohnungen abstoßen, darunter auch 5.900 Wohnungen in Berlin. Marktbeobachter sind nicht überrascht: „Viele Investoren haben sich verkalkuliert“, weiß Frank Kammerer von der Wiesbadener Berner Group, die Immobilienportfolios für Investoren analysiert.
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18 Juni 2007
Volks- und Raiffeisenbanken schicken Sparkommissare aus
Die rund 1 200 deutschen Genossenschaftsbanken wollen ihre Kosten drastisch senken. Sie schauen sich deshalb die besten des Verbundes an, um von denen zu lernen. Die Mitarbeiter müssen sich auf einige Veränderungen gefasst machen.....
Den vollständigen Artikel finden Sie unter: www.handelsblatt.com/news/Unternehmen/Banken-Versicherungen/_pv/_p/200039/_t/ft/_b/1281580/default.aspx/volks--und-raiffeisenbanken-schicken-sparkommissare-aus.html
Den vollständigen Artikel finden Sie unter: www.handelsblatt.com/news/Unternehmen/Banken-Versicherungen/_pv/_p/200039/_t/ft/_b/1281580/default.aspx/volks--und-raiffeisenbanken-schicken-sparkommissare-aus.html
05 Juni 2007
Haftbefehle gegen Manager der Göttinger Gruppe
Ergänzung/Nachtrag v. 08.06.2007: für die zur Göttinger Gruppe gehörende Securenta wurde jetzt auf Betreiben eines Gläubigers Insolvenzantrag gestellt und ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt ( Notar Peter Knöpfel, Hamburg).
05.06.2007: Bei drei Managern der Göttinger Gruppe hagelt es Haftbefehle: insgesamt 170 sog. "Erzwingungshaftbefehle" wurden jetzt erlassen. Ziel dieser Haftbefehle ist die Abgabe der eideststattlichen Versicherung duch die Manager. Und letztlich kann es auf die Insolvenz der Göttinger Gruppe hinauslaufen.
Neben diesen Haftbefehlen ermittelt u.a. die Staatsanwaltschaft Brauschweig wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung und Betrug wegen der Nicht-Auszahlung von Anlegergeldern.
In den neunziger Jahren war die Göttinger Gruppe der größte Anbieter staatlich geförderter "atypischer" Beteiligungen. Das als Altersvorsorge "Secu-Rente" vertriebene Anlagemodell, bei dem der Kunde stiller und damit einflussloser Unternehmensteilhaber wird, war ziemlich schnell umstritten. Solche Beteiligungen unterliegen bis heute keinerlei Aufsicht durch die Finanzbehörden. Aber die Göttinger hielten mit geschicktem Marketing gegen die Kritik: Die Vorstandsmitglieder ließen sich mit hochrangigen Politikern ablichten, das Unternehmen sponserte u.a. den VfB Stuttgart und gewann sogar einen Tagesschau-Sprecher für ein Werbevideo.
Anleger, die in den letzten Monaten ihr Geld zurückbekommen haben, sollten sich nicht zu früh freuen: meldet die Göttinger Gruppe Insolvenz an, wird der Insolvenzverwalter ggf. die Gelder zurückfordern, die bis zu 12 Monate vor Eröffnung des Verfahrens ausgezahlt wurden. Und auch die übrigen Anleger müssen mit Nachforderungen in Höhe der noch nicht einbezahlten Einlage rechnen.
Was können Anleger der Göttingner-Gruppe tun?
Ich würde jedem Anleger raten, sich unverzüglich mit einer Verbraucherzentrale oder einem Fachanwalt/einer Fachanwältin in Verbindung zu setzen. Dabei sollte auch geprüft werden, ob die Vermittler dieser Beteiligungen in die Haftung genommen werden können. Allerdings dürfte auch bei denen selten wirklich etwas zu holen sein.
05.06.2007: Bei drei Managern der Göttinger Gruppe hagelt es Haftbefehle: insgesamt 170 sog. "Erzwingungshaftbefehle" wurden jetzt erlassen. Ziel dieser Haftbefehle ist die Abgabe der eideststattlichen Versicherung duch die Manager. Und letztlich kann es auf die Insolvenz der Göttinger Gruppe hinauslaufen.
Neben diesen Haftbefehlen ermittelt u.a. die Staatsanwaltschaft Brauschweig wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung und Betrug wegen der Nicht-Auszahlung von Anlegergeldern.
In den neunziger Jahren war die Göttinger Gruppe der größte Anbieter staatlich geförderter "atypischer" Beteiligungen. Das als Altersvorsorge "Secu-Rente" vertriebene Anlagemodell, bei dem der Kunde stiller und damit einflussloser Unternehmensteilhaber wird, war ziemlich schnell umstritten. Solche Beteiligungen unterliegen bis heute keinerlei Aufsicht durch die Finanzbehörden. Aber die Göttinger hielten mit geschicktem Marketing gegen die Kritik: Die Vorstandsmitglieder ließen sich mit hochrangigen Politikern ablichten, das Unternehmen sponserte u.a. den VfB Stuttgart und gewann sogar einen Tagesschau-Sprecher für ein Werbevideo.
Anleger, die in den letzten Monaten ihr Geld zurückbekommen haben, sollten sich nicht zu früh freuen: meldet die Göttinger Gruppe Insolvenz an, wird der Insolvenzverwalter ggf. die Gelder zurückfordern, die bis zu 12 Monate vor Eröffnung des Verfahrens ausgezahlt wurden. Und auch die übrigen Anleger müssen mit Nachforderungen in Höhe der noch nicht einbezahlten Einlage rechnen.
Was können Anleger der Göttingner-Gruppe tun?
Ich würde jedem Anleger raten, sich unverzüglich mit einer Verbraucherzentrale oder einem Fachanwalt/einer Fachanwältin in Verbindung zu setzen. Dabei sollte auch geprüft werden, ob die Vermittler dieser Beteiligungen in die Haftung genommen werden können. Allerdings dürfte auch bei denen selten wirklich etwas zu holen sein.
31 Mai 2007
Verkauf von Krediten an Investoren: Anzeige gegen Sparkasse
Ermittlungen gegen Wedeler Stadtsparkasse
Vorwurf des Geheimnisverrats. 84-jährige Mutter einer betroffenen Kreditnehmerin beging Selbstmord. Institut: "Wir haben uns nichts vorzuwerfen."
Vor fast genau einem Jahr war Achim Thöle ein gefragter Redner. Bei der "1. Deutschen Distressed-Assets-Konferenz" in Frankfurt referierte der Chef der Stadtsparkasse Wedel über seine Erfahrungen beim Verkauf von Krediten, die von den Schuldnern nicht mehr getilgt werden konnten. Die Sparkasse hatte zuvor 636 Kredite an die Schweizer Großbank Credit Suisse verkauft. Während Thöle damit Altlasten loswurde, begann für die rund 200 betroffenen Kreditnehmer ein Wechselbad der Gefühle zwischen Hoffnung und der Furcht vor Zwangsversteigerungen.
Lange blieb es ruhig in Wedel, doch als eine der Kreditnehmerinnen ihre Raten nicht mehr bezahlen konnte und sich ihre 84-jährige Mutter das Leben nahm, entbrannte die Diskussion über die moralische Richtigkeit des Sparkassendeals. Zwar fand die Wedeler Polizei keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Tod und dem Verkauf der Kredite, doch nach Aussagen der Tochter soll die alte Dame kurz vor ihrem Selbstmord gesagt haben: "Vielleicht verkauft sich eine leere Wohnung besser."
"Die Forderungen hätten nicht verkauft werden dürfen. Denn anders als Banken sind Sparkassen meist öffentlich-rechtlich. Ihre Chefs sind damit Amtsträger. Falls die Kunden dem Verkauf der Kredite nicht zugestimmt haben, haben sie zudem den Tatbestand des Paragrafen 203 des Strafgesetzbuches erfüllt", sagte Michael Middelmann. Der Jurist vertritt viele der betroffenen Sparkassenkunden. Ihm geht es um Geheimnisverrat, weil Daten weitergegeben worden sein sollen, ohne zuvor die Kunden zu fragen.
Der Deal beschäftigt inzwischen auch die Staatsanwaltschaft Kiel, nachdem Anzeigen gegen die Stadtsparkasse Wedel eingegangen sind. "Ein Ergebnis der Ermittlungen liegt noch nicht vor", sagte der Kieler Oberstaatsanwalt Uwe Wick dem Abendblatt. "Ich kenne Kreditnehmer, deren Einverständnis zum Verkauf der Forderungen nicht vorlag", sagte Middelmann, während die Sparkasse die Anschuldigungen zurückweist. "Wir haben uns nichts vorzuwerfen", so der Vorstandsvertreter des Instituts, Jürgen Köhn. Mehr wollte er nicht sagen, auch nicht, warum im Strategiepapier zum Verkauf, das dem Abendblatt vorliegt, das Projekt Kilimandscharo genannt und mit Giraffen und Elefanten illustriert wurde.
Ob Sparkassen als öffentlich-rechtliche Körperschaften Forderungen verkaufen dürfen ist umstritten. So prüft auch der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) derzeit erstmals, ob solche Verkäufe rechtens sind. "Sie entsprechen grundsätzlich nicht der Geschäftspolitik der Sparkassen-Finanzgruppe und sie spielen bei uns so gut wie keine Rolle. Allerdings agieren Sparkassen eigenständig und in wenigen Einzelfällen ist es dazu gekommen", begründet DSGV-Sprecher Stefan Marotzke, warum das Thema erst jetzt akut wird. Keine Verkäufe gab es bislang bei der Haspa, wie Sprecherin Stefanie von Carlsburg sagte. In Einzelfällen würde die Haspa aber den Deutschen Inkasso-Dienst mit dem Eintreiben von Forderungen beauftragen.....
Den vollständigen Artikel finden Sie unter: www.abendblatt.de/daten/2007/05/30/747940.html
Vorwurf des Geheimnisverrats. 84-jährige Mutter einer betroffenen Kreditnehmerin beging Selbstmord. Institut: "Wir haben uns nichts vorzuwerfen."
Vor fast genau einem Jahr war Achim Thöle ein gefragter Redner. Bei der "1. Deutschen Distressed-Assets-Konferenz" in Frankfurt referierte der Chef der Stadtsparkasse Wedel über seine Erfahrungen beim Verkauf von Krediten, die von den Schuldnern nicht mehr getilgt werden konnten. Die Sparkasse hatte zuvor 636 Kredite an die Schweizer Großbank Credit Suisse verkauft. Während Thöle damit Altlasten loswurde, begann für die rund 200 betroffenen Kreditnehmer ein Wechselbad der Gefühle zwischen Hoffnung und der Furcht vor Zwangsversteigerungen.
Lange blieb es ruhig in Wedel, doch als eine der Kreditnehmerinnen ihre Raten nicht mehr bezahlen konnte und sich ihre 84-jährige Mutter das Leben nahm, entbrannte die Diskussion über die moralische Richtigkeit des Sparkassendeals. Zwar fand die Wedeler Polizei keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Tod und dem Verkauf der Kredite, doch nach Aussagen der Tochter soll die alte Dame kurz vor ihrem Selbstmord gesagt haben: "Vielleicht verkauft sich eine leere Wohnung besser."
"Die Forderungen hätten nicht verkauft werden dürfen. Denn anders als Banken sind Sparkassen meist öffentlich-rechtlich. Ihre Chefs sind damit Amtsträger. Falls die Kunden dem Verkauf der Kredite nicht zugestimmt haben, haben sie zudem den Tatbestand des Paragrafen 203 des Strafgesetzbuches erfüllt", sagte Michael Middelmann. Der Jurist vertritt viele der betroffenen Sparkassenkunden. Ihm geht es um Geheimnisverrat, weil Daten weitergegeben worden sein sollen, ohne zuvor die Kunden zu fragen.
Der Deal beschäftigt inzwischen auch die Staatsanwaltschaft Kiel, nachdem Anzeigen gegen die Stadtsparkasse Wedel eingegangen sind. "Ein Ergebnis der Ermittlungen liegt noch nicht vor", sagte der Kieler Oberstaatsanwalt Uwe Wick dem Abendblatt. "Ich kenne Kreditnehmer, deren Einverständnis zum Verkauf der Forderungen nicht vorlag", sagte Middelmann, während die Sparkasse die Anschuldigungen zurückweist. "Wir haben uns nichts vorzuwerfen", so der Vorstandsvertreter des Instituts, Jürgen Köhn. Mehr wollte er nicht sagen, auch nicht, warum im Strategiepapier zum Verkauf, das dem Abendblatt vorliegt, das Projekt Kilimandscharo genannt und mit Giraffen und Elefanten illustriert wurde.
Ob Sparkassen als öffentlich-rechtliche Körperschaften Forderungen verkaufen dürfen ist umstritten. So prüft auch der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) derzeit erstmals, ob solche Verkäufe rechtens sind. "Sie entsprechen grundsätzlich nicht der Geschäftspolitik der Sparkassen-Finanzgruppe und sie spielen bei uns so gut wie keine Rolle. Allerdings agieren Sparkassen eigenständig und in wenigen Einzelfällen ist es dazu gekommen", begründet DSGV-Sprecher Stefan Marotzke, warum das Thema erst jetzt akut wird. Keine Verkäufe gab es bislang bei der Haspa, wie Sprecherin Stefanie von Carlsburg sagte. In Einzelfällen würde die Haspa aber den Deutschen Inkasso-Dienst mit dem Eintreiben von Forderungen beauftragen.....
Den vollständigen Artikel finden Sie unter: www.abendblatt.de/daten/2007/05/30/747940.html
25 Mai 2007
HVB führt neues Boni-System ein
Die Hypo-Vereinsbank (HVB) ändert das System der Bonuszahlungen an ihre Mitarbeiter. Ab Juli wird schrittweise ein so genannter deterministischer Bonus eingeführt: Die Mitarbeiter sollen danach bereits zu Jahresanfang die Höhe ihrer Boni kennen.
FRANKFURT. „Das neue System ist objektiver und transparenter als die bisherige Regelung “, sagt Personalvorstand Heinz Laber. Mit dem Modell, das seit einem Jahr getestet wird, ist die Tochter der italienischen Unicredit Vorreiter in Deutschland. Zwar gibt es bei der HVB wie bei der Konkurrenz schon leistungsorientierte Boni. Doch waren die Führungskräfte bisher relativ frei in der Gestaltung der Zielvereinbarung. Damit soll jetzt Schluss sein. Künftig wird auf einem Bewertungsbogen („Scorecard“) festgehalten, inwieweit bestimmte Kriterien wie etwa die Verkaufsleistung erfüllt werden.
Die Ziele sind für alle Beschäftigten mit gleichen Aufgaben gleich. Damit dürften die nach persönlichen Vorlieben der Chefs vergebenen „Nasenprämien“ der Vergangenheit angehören, hofft ein Betriebsrat. Zudem kassiert der Mitarbeiter seinen Bonus selbst dann, wenn es der Bank schlecht geht. Schließlich weiß der Mitarbeiter im Laufe des Jahres jederzeit, welche Ziele er erfüllt und wo er noch zulegen muss.
Die Scorecard wird bis spätestens Januar 2008 für die 10 000 im Vertrieb tätigen der insgesamt 18 000 HVB-Mitarbeiter eingeführt. Sie betrifft die drei Sparten Privatkunden, Wealth Management sowie Firmenkunden. Experten halten die Boni-Ausgestaltung der HVB, die sich an ähnliche Modelle der Muttergesellschaft anlehnt, für richtig. Sie verweisen auf deutliche Vorteile gegenüber dem bisher vorherrschenden „Topf-Modell“. Dabei wird ein bestimmter Bonusbetrag für die gesamte Bank oder Einheit festgelegt, aus dem alle in Frage kommenden Mitarbeiter bedient werden. Das Problem: Jeder einzelne erhält weniger Geld, je mehr Mitarbeiter ihre Ziele erfüllen. „Da ist der falsche Anreiz: Wer gut ist, soll gut verdienen“, sagt Hans-Jörg Kuttler von der Unternehmensberatung ZEB....
Den vollständigen Artikel finden Sie unter: www.handelsblatt.com/news/Karriere/Arbeit-Geld/_pv/_p/200813/_t/ft/_b/1272698/default.aspx/hvb-fuehrt-neues-boni-system-ein.html
FRANKFURT. „Das neue System ist objektiver und transparenter als die bisherige Regelung “, sagt Personalvorstand Heinz Laber. Mit dem Modell, das seit einem Jahr getestet wird, ist die Tochter der italienischen Unicredit Vorreiter in Deutschland. Zwar gibt es bei der HVB wie bei der Konkurrenz schon leistungsorientierte Boni. Doch waren die Führungskräfte bisher relativ frei in der Gestaltung der Zielvereinbarung. Damit soll jetzt Schluss sein. Künftig wird auf einem Bewertungsbogen („Scorecard“) festgehalten, inwieweit bestimmte Kriterien wie etwa die Verkaufsleistung erfüllt werden.
Die Ziele sind für alle Beschäftigten mit gleichen Aufgaben gleich. Damit dürften die nach persönlichen Vorlieben der Chefs vergebenen „Nasenprämien“ der Vergangenheit angehören, hofft ein Betriebsrat. Zudem kassiert der Mitarbeiter seinen Bonus selbst dann, wenn es der Bank schlecht geht. Schließlich weiß der Mitarbeiter im Laufe des Jahres jederzeit, welche Ziele er erfüllt und wo er noch zulegen muss.
Die Scorecard wird bis spätestens Januar 2008 für die 10 000 im Vertrieb tätigen der insgesamt 18 000 HVB-Mitarbeiter eingeführt. Sie betrifft die drei Sparten Privatkunden, Wealth Management sowie Firmenkunden. Experten halten die Boni-Ausgestaltung der HVB, die sich an ähnliche Modelle der Muttergesellschaft anlehnt, für richtig. Sie verweisen auf deutliche Vorteile gegenüber dem bisher vorherrschenden „Topf-Modell“. Dabei wird ein bestimmter Bonusbetrag für die gesamte Bank oder Einheit festgelegt, aus dem alle in Frage kommenden Mitarbeiter bedient werden. Das Problem: Jeder einzelne erhält weniger Geld, je mehr Mitarbeiter ihre Ziele erfüllen. „Da ist der falsche Anreiz: Wer gut ist, soll gut verdienen“, sagt Hans-Jörg Kuttler von der Unternehmensberatung ZEB....
Den vollständigen Artikel finden Sie unter: www.handelsblatt.com/news/Karriere/Arbeit-Geld/_pv/_p/200813/_t/ft/_b/1272698/default.aspx/hvb-fuehrt-neues-boni-system-ein.html
Eine Sparkasse wagt den Nulltarif
In den vergangenen Jahren haben die Direktbanken mit ihren kostenlosen Girokonten den alteigesessenen Kreditinstituten die Kunden weggeschnappt. Die privaten Filialbanken haben zwischenzeitlich mit eigenen Nulltarif-Konten reagiert. Die Sparkassen dagegen versuchten, das Problem auszusitzen. Nun ist eine aus der Nichtstuer-Front ausgeschert.
FRANKFURT. Die Sparkasse Karlsruhe wird am 15. Juni ihr kostenloses Girokonto für alle Neu- und Bestandskunden mit viel Werbeaufwand starten und reagiert damit auf den deutlich verschärften Wettbewerb in den vergangenen Monaten. „Der Handlungsdruck hat sich insbesondere 2006 spürbar erhöht. Wir wollen vor allem die aktiv Erwerbstätigen mit guten Einkommen halten und zurückgewinnen“, sagt Vorstandsvorsitzender Michael Huber dem Handelsblatt.
Mit dem Vorstoß für ein kostenloses Girokonto weichen die Karlsruher von der vorgegeben Linie des Dachverbands der Sparkassen DSGV ab. Sparkassenpräsident Heinrich Haasis hat wiederholt die Einführung von kostenlosen Girokonten für alle Kunden abgelehnt und Angebote privater Banken als „Mogelpackungen“ bezeichnet, weil die Kunden an anderer Stelle dann mehr zahlen müssten. Huber betont aber, dass die Preise für alle übrigen Dienstleistungen nicht angehoben würden. Der millionenschwere Ausfall bei den Kontogebühren pro Jahr solle über neue Abschlüsse bei der Altersvorsorge, dem Fondssparen oder in der Vermögensverwaltung mindestens wett gemacht werden.
Die Sparkasse Karlsruhe wird nach Ansicht von Beobachtern die übrigen rund 460 Institute unter Druck setzen, hier nachzuziehen. Allerdings dürften dazu nur wenige Sparkassen in der Lage sein, weil die Gebühren ein wesentlicher Ertragsbringer sind. Im Durchschnitt aller Sparkassen liegt der Anteil der Provisionserlöse aus Girokonten bei gut 25 Prozent der Gesamterträge, schätzen Insider.
Deshalb war das Angebot an kostenlosen Girokonten bei den Sparkassen bisher auf enge Zielgruppen wie etwa Schüler oder Auszubildende oder nur auf die Onlinekontoführung beschränkt. Bis heute haben es die Sparkassen geschafft, die öffentliche Aufmerksamkeit auf das dichte Filial- und Geldautomatennetz und die persönliche Betreuung zu lenken und damit das Preisthema unter den Teppich zu kehren. Aber langsam brechen die Dämme.
Den vollständigen Artikel finden Sie unter www.handelsblatt.com/news/Unternehmen/Banken-Versicherungen/_pv/_p/200039/_t/ft/_b/1272718/default.aspx/eine-sparkasse-wagt-den-nulltarif.html
FRANKFURT. Die Sparkasse Karlsruhe wird am 15. Juni ihr kostenloses Girokonto für alle Neu- und Bestandskunden mit viel Werbeaufwand starten und reagiert damit auf den deutlich verschärften Wettbewerb in den vergangenen Monaten. „Der Handlungsdruck hat sich insbesondere 2006 spürbar erhöht. Wir wollen vor allem die aktiv Erwerbstätigen mit guten Einkommen halten und zurückgewinnen“, sagt Vorstandsvorsitzender Michael Huber dem Handelsblatt.
Mit dem Vorstoß für ein kostenloses Girokonto weichen die Karlsruher von der vorgegeben Linie des Dachverbands der Sparkassen DSGV ab. Sparkassenpräsident Heinrich Haasis hat wiederholt die Einführung von kostenlosen Girokonten für alle Kunden abgelehnt und Angebote privater Banken als „Mogelpackungen“ bezeichnet, weil die Kunden an anderer Stelle dann mehr zahlen müssten. Huber betont aber, dass die Preise für alle übrigen Dienstleistungen nicht angehoben würden. Der millionenschwere Ausfall bei den Kontogebühren pro Jahr solle über neue Abschlüsse bei der Altersvorsorge, dem Fondssparen oder in der Vermögensverwaltung mindestens wett gemacht werden.
Die Sparkasse Karlsruhe wird nach Ansicht von Beobachtern die übrigen rund 460 Institute unter Druck setzen, hier nachzuziehen. Allerdings dürften dazu nur wenige Sparkassen in der Lage sein, weil die Gebühren ein wesentlicher Ertragsbringer sind. Im Durchschnitt aller Sparkassen liegt der Anteil der Provisionserlöse aus Girokonten bei gut 25 Prozent der Gesamterträge, schätzen Insider.
Deshalb war das Angebot an kostenlosen Girokonten bei den Sparkassen bisher auf enge Zielgruppen wie etwa Schüler oder Auszubildende oder nur auf die Onlinekontoführung beschränkt. Bis heute haben es die Sparkassen geschafft, die öffentliche Aufmerksamkeit auf das dichte Filial- und Geldautomatennetz und die persönliche Betreuung zu lenken und damit das Preisthema unter den Teppich zu kehren. Aber langsam brechen die Dämme.
Den vollständigen Artikel finden Sie unter www.handelsblatt.com/news/Unternehmen/Banken-Versicherungen/_pv/_p/200039/_t/ft/_b/1272718/default.aspx/eine-sparkasse-wagt-den-nulltarif.html
24 Mai 2007
Landesbank Berlin übernimmt Netbank
Die Landesbank Berlin übernimmt von den Sparda-Banken 75% der Anteile an der Netbank AG und legt sich so eine Direktbank zu. Damit ist die Landesbank Berlin dann die dritte Landesbank mit einer eigenen Direktbank. Kurios dabei: die Landesbank Berlin steht selbst zum Verkauf. Abgesehen davon macht sie sich im Lager der Sparkassen mit diesem Kauf nicht wirklich beliebt. Die Sparkassenorganisation lehnt eigene Direktbanken, weil Konkurrenz zu den Sparkassen vor Ort, grundsätzlich ab.
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