Süddeutsche Zeitung: Verdi befürchtet bei den Banken Stellenabbau und Lohndumping - wegen einer Bundesratsinitiative. Angesichts der vielen Meldungen über Boni und Millionen-Gehälter klingt das merkwürdig, doch Experten teilen die Einschätzung.
Die Gewerkschaft Verdi befürchtet, dass deutsche Banken viele Arbeitsplätze abbauen oder in schlecht bezahlte Jobs umwandeln könnten. Hintergrund ist eine Gesetzesinitiative des Bundesrats. Demnach sollen Servicegesellschaften, die Finanzdienstleister ausgelagert haben, von der Umsatzsteuer befreit werden. Dem Fiskus entgingen so zudem fast eine Milliarde Euro Steuern im Jahr, schätzt die Gewerkschaft.
Der Trend ist in der Branche schon seit Jahren zu beobachten: Banken erledigen zunehmend Arbeiten nicht mehr selbst, sondern gründen dafür ausgelagerte Servicegesellschaften. Das betrifft besonders Tätigkeiten im Hintergrund der Bank, bei denen die Mitarbeiter nicht im direkten Kontakt zum Kunden stehen. Beispiele dafür sind die Abwicklung von Zahlungsverkehr, die Versorgung mit Bargeld, die Verwaltung des Telefonverkehrs oder EDV-Dienstleistungen.
Der Vorteil für Banken ist dabei, dass die Mitarbeiter solcher ausgelagerter Gesellschaften nicht dem geltenden Tarifvertrag unterliegen. Doch es gibt auch einen Nachteil: Sobald eine Bank Geschäfte mit anderen Firmen abwickelt, werden 19 Prozent Umsatzsteuer fällig. Erledigt sie die Prozesse dagegen selbst, fällt keine Umsatzsteuer an. Dies führt dazu, dass die Auslagerung von Dienstleistungen für die Banken weniger rentabel ist...
Den vollständigen Artikel finden Sie unter www.sueddeutsche.de/geld/finanzindustrie-verdi-befuerchtet-jobabbau-bedrohte-banker-1.1012944
17 Oktober 2010
01 Oktober 2010
Arbeitsrecht: Vorsicht beim Abwerben von Kunden
Im Finanzdienstleistungsbereich ist es üblich, dass Vertriebsmitarbeiter bei einem Arbeitgeberwechsel Kunden "mitzunehmen" versuchen. Die Methoden, dieses zu erreichen, sind unterschiedlich, aber einer Methode hat das Bundesgerichtshof jetzt einen Riegel vorgeschoben: "Abschiedsbriefen" mit einer Danksagung für die bisherige Zusammenarbeit.
Laut Gericht stelle ein solcher Hinweis auf die "vertrauensvolle Zusammenarbeit" einen Verstoss gegen Wettbewerbsrecht dar (Bundesgerichtshof Düsseldorf Az.: I ZR 303/01)
Laut Gericht stelle ein solcher Hinweis auf die "vertrauensvolle Zusammenarbeit" einen Verstoss gegen Wettbewerbsrecht dar (Bundesgerichtshof Düsseldorf Az.: I ZR 303/01)
27 September 2010
Geschlossene Fonds: Klagewelle gegen Banken
Den Banken in Deutschland droht eine gigantische Klagewelle von enttäuschten Anlegern, die ihr Geld in geschlossenen Fonds investiert haben. Grund: in Folge der Finanzkrise sind viele dieser geschlossenen Fonds in Schwierigkeiten geraten, teilweise sogar insolvent geworden. Anleger sollen zum Teil erhebliche Beträge "nachschiessen", um eine solche Insolvent zu verhindern.
Hauptargument bei Klagen gegen Banken sind die verschwiegenen Provisionen für die Vermittlung der Fonds (auch "Kick-Backs" genannt). Der Bundesgerichtshof sieht es als erwiesen an, dass Banken -seit 1990 (!) auf derartige Kick-Backs hinweisen müssen. Ansonsten verletzten diese Banken wesentliche Aufklärungspflichten.
Banken verfolgen bei Klagen eine recht einfache Taktik: sie lassen sich in der Hoffung darauf, dass dem Anleger die Prozesskosten zu hoch werden durch alle Instanzen verklagen und lenekn unmittelbar vor einer Klage bzw. Entscheidung des BGH ein. So möchte man "allgemeingültige" Urteile verhindern.
Übrigens: wer Fonds über einen freien Vermittler gekauft hat, kann nicht wegen des Verschweigens von Kick-Back-Zahlungen klagen.
Hauptargument bei Klagen gegen Banken sind die verschwiegenen Provisionen für die Vermittlung der Fonds (auch "Kick-Backs" genannt). Der Bundesgerichtshof sieht es als erwiesen an, dass Banken -seit 1990 (!) auf derartige Kick-Backs hinweisen müssen. Ansonsten verletzten diese Banken wesentliche Aufklärungspflichten.
Banken verfolgen bei Klagen eine recht einfache Taktik: sie lassen sich in der Hoffung darauf, dass dem Anleger die Prozesskosten zu hoch werden durch alle Instanzen verklagen und lenekn unmittelbar vor einer Klage bzw. Entscheidung des BGH ein. So möchte man "allgemeingültige" Urteile verhindern.
Übrigens: wer Fonds über einen freien Vermittler gekauft hat, kann nicht wegen des Verschweigens von Kick-Back-Zahlungen klagen.
26 September 2010
Traumberuf Investmentbanker?
Das Berufsbild des Investmentbankers bzw. dessen Image hat in Zeiten der Finanz- und Bankenkrise deutliche Blessuren erfahren müssen. Letztlich ist das Image nach einer "Erholungsphase" wieder an dem Punkt angelangt, wo es schon mal war: irgendwo bei Gordon Gekko aus dem Film "Wall Street" von 1987.
Auch im realen Leben müssen sich die Banker in New York, London, Frankfurt usw. wieder auf deutlich härtere Zeiten einstellen. Ab dem zweiten Quartal 2010 sind die Umsätze im Bereich Wertpapierhandel bei den Banken um ca. 35% eingebrochen (Quelle: Handelsblatt). Und man geht scheinbar nicht davon aus, dass sich diese Umsätze -mit denen die Banken und Banker viel Geld verdienen können- kurzfristig wieder erholen werden. Schon ist von Stellenabbau und Entlassungen die Rede. Weltweit könnten in den nächsten 18 Monaten rund 80.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen.
Wer jetzt an eine Karriere als Investmentbanker denkt, hat derzeit nicht gerade die besten Startbedingungen und sollte mögliche Alternativen für sich in petto haben.
Auch im realen Leben müssen sich die Banker in New York, London, Frankfurt usw. wieder auf deutlich härtere Zeiten einstellen. Ab dem zweiten Quartal 2010 sind die Umsätze im Bereich Wertpapierhandel bei den Banken um ca. 35% eingebrochen (Quelle: Handelsblatt). Und man geht scheinbar nicht davon aus, dass sich diese Umsätze -mit denen die Banken und Banker viel Geld verdienen können- kurzfristig wieder erholen werden. Schon ist von Stellenabbau und Entlassungen die Rede. Weltweit könnten in den nächsten 18 Monaten rund 80.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen.
Wer jetzt an eine Karriere als Investmentbanker denkt, hat derzeit nicht gerade die besten Startbedingungen und sollte mögliche Alternativen für sich in petto haben.
02 Juni 2010
Deutsche Banken mitten in der Konsolidierung?
Immer wieder wird über die zersplitterte deutsche Bankenlandschaft diskutiert. Wir haben angeblich zu viele kleine Banken. Selbst der Branchenprimus Deutsche Bank kommt nicht auf einen Marktanteil von mehr 4 Prozent, der sich allerdings nach vollständiger Übernahme der Postbank noch leicht erhöhen wird. In anderen europäischen Ländern bestimmen Großbanken mit Marktanteilen von 15-20 Prozent das Geschehen. Die "Kultur" der zahlreichen kleinen und regional tätigen Genosschaftsbanken und Sparkassen ist bei unseren Nachbarn und dem Rest der Welt nahezu unbekannt.
Und immer wieder wird das Lied von der notwendigen Konsolidierung gesungen. Unsere Banken sind angeblich zu klein und nicht wettbewerbsfähig. Die Frage ist, um welchen Wettbewerb es dabei geht und ob man sich an diesem Wettbewerb tatsächlich beteiligen muss. In diesem Zusammenhang fallen dann allerdings immer wieder die gleichen Namen wie beispielsweise IKB Bank oder BHF-Bank, also von Banken, die vernehmlich im Gewerbe- und Industriebereich tätig sind - und sich dort gründlich verhoben haben. Dass sie sich, wie auch die WestLB, verhoben haben und jetzt zum Verkauf stehen (also "konsolidiert" werden müssen), ist allerdings nicht auf Fehler im deutschen Bankensystem an sich, sondern auf Fehler im Management dieser Banken zurückzuführen.
Und immer wieder wird das Lied von der notwendigen Konsolidierung gesungen. Unsere Banken sind angeblich zu klein und nicht wettbewerbsfähig. Die Frage ist, um welchen Wettbewerb es dabei geht und ob man sich an diesem Wettbewerb tatsächlich beteiligen muss. In diesem Zusammenhang fallen dann allerdings immer wieder die gleichen Namen wie beispielsweise IKB Bank oder BHF-Bank, also von Banken, die vernehmlich im Gewerbe- und Industriebereich tätig sind - und sich dort gründlich verhoben haben. Dass sie sich, wie auch die WestLB, verhoben haben und jetzt zum Verkauf stehen (also "konsolidiert" werden müssen), ist allerdings nicht auf Fehler im deutschen Bankensystem an sich, sondern auf Fehler im Management dieser Banken zurückzuführen.
16 Mai 2010
SEB-Filialen vor dem Verkauf
Laut einem Bericht im Handelsblatt will die schwedische Wallenberg-Gruppe die deutschen Filialen der SEB-Bank verkaufen. Als Interessent ist unter anderem die Unicredit (mit der HypoVereinsbank in Deutschland vertreten) im Gespräch.
Die SEB Bank betreibt in Deutschland 174 Filialen mit rund 3.700 Mitarbeitern. Die SEB Bank Deutschland ist 2000 aus der Übernahme der BfG-Bank hervorgegangen.
Die SEB Bank betreibt in Deutschland 174 Filialen mit rund 3.700 Mitarbeitern. Die SEB Bank Deutschland ist 2000 aus der Übernahme der BfG-Bank hervorgegangen.
16 Februar 2010
Postbank: Falschberatung mit system?
Pressemitteillung Stiftung Warentest/Finanztest: Falschberatung hat bei der Postbank System. Das geht aus Hunderten Zuschriften hervor, in denen Leser der Zeitschrift Finanztest ihre Erfahrungen schildern und Finanzberater der Postbank enthüllen, wie sie zur Falschberatung gedrängt werden.
So meldete ein Rentnerehepaar aus Berlin, dass es 100.000 Euro Festgeld für kurze Zeit sicher anlegen wollte. Der Vermögensberater der Postbank schlug stattdessen eine teure Lebensversicherung oder den Kauf eines spekulativen Investmentfonds vor. Einem 80-jährigen Rentner wurde eine über 17 Jahre laufende riskante Schiffsbeteiligung aufgeschwatzt. Sein Vertriebsdirektor habe ihm den Verkauf des Schiffsfonds an den Mann nahegelegt, so der Postbank-Finanzmanager gegenüber Finanztest, da dieser das Ende der Beteiligung ohnehin nicht erleben werde. „Das gibt eine Superprovision“, habe sich der Vorgesetzte gefreut.
„Der Fehler liegt im Vertriebssystem“, schreiben Berater an die Verbraucherzeitschrift. Weil die etwa 4000 Vermittler der Postbank Finanzberatung als selbstständige Handelvertreter beschäftigt seien und als solche kein festes Gehalt bekämen, müssten sie ausschließlich von Provisionen und Prämien für Vertragsabschlüsse leben. Das gehe aber nur, wenn man ganz viel verkaufe.
Das gleiche Provisionsmodell wird bei der Bausparkasse BHW angewendet, einer 100-prozentigen Tochter der Postbank.
„Wir halten Finanzmanager dazu an, gut verzinste Altverträge zugunsten von niedrig verzinsten Neuverträgen zu kündigen. Nur so können wir die Planzahlen erreichen, die Zusatzprämien auslösen“, erklärte ein Vertriebsdirektor Finanztest.
Bis Ende Oktober 2009 stellte die Postbank allen Finanzmanagern sämtliche Girokontodaten ihrer Kunden zur Verfügung. Diese Praxis wurde nach dem Bericht von Finanztest von der Datenschutzbehörde Nordrhein-Westfalen gestoppt. Nicht gestoppt wurde die Praxis, Beratern der Postbank Finanzberatung Einsicht in alle Bausparkonten der BHW zu geben.
Der ausführliche Bericht zur Falschberatung der Postbank findet sich in der März-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und unter www.test.de/postbank.
So meldete ein Rentnerehepaar aus Berlin, dass es 100.000 Euro Festgeld für kurze Zeit sicher anlegen wollte. Der Vermögensberater der Postbank schlug stattdessen eine teure Lebensversicherung oder den Kauf eines spekulativen Investmentfonds vor. Einem 80-jährigen Rentner wurde eine über 17 Jahre laufende riskante Schiffsbeteiligung aufgeschwatzt. Sein Vertriebsdirektor habe ihm den Verkauf des Schiffsfonds an den Mann nahegelegt, so der Postbank-Finanzmanager gegenüber Finanztest, da dieser das Ende der Beteiligung ohnehin nicht erleben werde. „Das gibt eine Superprovision“, habe sich der Vorgesetzte gefreut.
„Der Fehler liegt im Vertriebssystem“, schreiben Berater an die Verbraucherzeitschrift. Weil die etwa 4000 Vermittler der Postbank Finanzberatung als selbstständige Handelvertreter beschäftigt seien und als solche kein festes Gehalt bekämen, müssten sie ausschließlich von Provisionen und Prämien für Vertragsabschlüsse leben. Das gehe aber nur, wenn man ganz viel verkaufe.
Das gleiche Provisionsmodell wird bei der Bausparkasse BHW angewendet, einer 100-prozentigen Tochter der Postbank.
„Wir halten Finanzmanager dazu an, gut verzinste Altverträge zugunsten von niedrig verzinsten Neuverträgen zu kündigen. Nur so können wir die Planzahlen erreichen, die Zusatzprämien auslösen“, erklärte ein Vertriebsdirektor Finanztest.
Bis Ende Oktober 2009 stellte die Postbank allen Finanzmanagern sämtliche Girokontodaten ihrer Kunden zur Verfügung. Diese Praxis wurde nach dem Bericht von Finanztest von der Datenschutzbehörde Nordrhein-Westfalen gestoppt. Nicht gestoppt wurde die Praxis, Beratern der Postbank Finanzberatung Einsicht in alle Bausparkonten der BHW zu geben.
Der ausführliche Bericht zur Falschberatung der Postbank findet sich in der März-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und unter www.test.de/postbank.
12 Februar 2010
Anlageberatung gegen Honorar?
Laut einer Studie des Bundesverbraucherministeriums entsteht in Deutschland durch falsche Anlageberzung pro Jahr ein Schaden von rund 30 Milliarden (!) Euro. Hauptgund dafür sind falsche Anlage- und Produktempfehlungen, die ausschließlich darauf ausgerichtet sind, bestimmte Anlageprodukte gegen möglichst hohe Provisionen zu verkaufen. Von einer Beratung kann bei den meisten Banken und Finanzdienstleistern also nicht die Rede sein.
Angesichts dieser Zahl(en) wäre es doch nur logisch und vernünftig, wenn Verbraucher künftig einen anderen Weg gehen und für die reine Beratung ein Honorar zahlen. Im Gegenzug ist die Beratung an sich komplett losgelöst von dem Gedanken, bestimmte Produkte verkaufen zu müssen.
In mehreren anderen Studien hat man versucht herauszufinden, was "dem Deutschen" denn eine solche faire und bedarfsgerechte Beratung wert ist. Das Ergbenis: zwischen 50-60 Euro die Stunde halten Verbraucher für angemessen. Das Problem: für einen solchen Stundensatz kann ein wirklich qualifizierter und kundenorinetierter Berater nicht arbeiten.
Wi ist Ihre Meinung? Ist eine Honoarberatung für Sie eine Alternative? In welchen Bereichen wünschen Sie sich eine solche Beratung (z.B. bei Kapitalanlagen, Versicherungen, Imobilienfinanzierungen)? Und was würden Sie für eine echte Beratung, die sich nur an Ihren Bedürfnissen orientiert bezahlen?
Angesichts dieser Zahl(en) wäre es doch nur logisch und vernünftig, wenn Verbraucher künftig einen anderen Weg gehen und für die reine Beratung ein Honorar zahlen. Im Gegenzug ist die Beratung an sich komplett losgelöst von dem Gedanken, bestimmte Produkte verkaufen zu müssen.
In mehreren anderen Studien hat man versucht herauszufinden, was "dem Deutschen" denn eine solche faire und bedarfsgerechte Beratung wert ist. Das Ergbenis: zwischen 50-60 Euro die Stunde halten Verbraucher für angemessen. Das Problem: für einen solchen Stundensatz kann ein wirklich qualifizierter und kundenorinetierter Berater nicht arbeiten.
Wi ist Ihre Meinung? Ist eine Honoarberatung für Sie eine Alternative? In welchen Bereichen wünschen Sie sich eine solche Beratung (z.B. bei Kapitalanlagen, Versicherungen, Imobilienfinanzierungen)? Und was würden Sie für eine echte Beratung, die sich nur an Ihren Bedürfnissen orientiert bezahlen?
19 Januar 2010
Tagesgeld- und Festzinsangebote: 3,5 Prozent Zinsen für Einmalanlagen
Pressemitteilung "Finanztest" v. 19.01.2010: Maximal 3,5 Prozent Zinsen für Festgeld mit einer Laufzeit von 3 Jahren – viel mehr als bei diesem Angebot der Santander Consumer Bank dürfen Anleger für eine sichere Anlage zurzeit nicht erwarten. Längere Laufzeiten bringen kaum höhere Zinsen. Wer auf Flexibilität Wert legt, muss sich mit noch weniger zufrieden geben: Für Geldanlagen, die Anleger während der Laufzeit kündigen können, bietet die NF Bank selbst für fünf Jahre nur eine Rendite von 2,72 Prozent pro Jahr. Dies ist das Ergebnis eines Tests von Tagesgeld- und Festzinsangeboten von 78 Banken, der in der Februar-Ausgabe von Finanztest veröffentlicht ist.
Trotz der flachen Zinslandschaft gibt es eine gute Nachricht: Aufgrund der derzeit niedrigen Inflationsrate haben Anleger von ihrer Geldanlage heute statistisch gesehen genauso viel wie vor zwei Jahren, als die Tagesgeldzinsen von Spitzenanbietern über 4 Prozent lagen.
Die Tester haben bei ihrem Vergleich aber auch viele Angebote gefunden, deren Zins g
erade einmal die aktuelle Inflationsrate ausgleicht. Mit dem „Plus Sparen fest“ der Hypovereinsbank machen Anleger sogar Minus: Hier erhält der Sparer für eine feste Laufzeit von einem Jahr nur 0,4 Prozent Zinsen.
Die Tester raten, mit einem gut verzinsten Tagesgeldkonto, z.B. bei der Bank of Scotland, die 2,3 Prozent Zinsen pro Jahr bietet, flexibel zu bleiben und dann schnell zu reagieren, wenn die Zinsen steigen sollten. Wer Zinssicherheit möchte, sollte sich mit seinen Sparanlagen nicht länger als drei Jahre binden.
Der ausführliche Test der Zinsen von Tagesgeld und Festgeld findet sich in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und unter www.test.de/zinsen.
Eine Übersicht über aktuelle Konditionen für >Tagesgeld< und >Festgeld< finden Sie auch auf unserer Internetseite.
Trotz der flachen Zinslandschaft gibt es eine gute Nachricht: Aufgrund der derzeit niedrigen Inflationsrate haben Anleger von ihrer Geldanlage heute statistisch gesehen genauso viel wie vor zwei Jahren, als die Tagesgeldzinsen von Spitzenanbietern über 4 Prozent lagen.
Die Tester haben bei ihrem Vergleich aber auch viele Angebote gefunden, deren Zins g
erade einmal die aktuelle Inflationsrate ausgleicht. Mit dem „Plus Sparen fest“ der Hypovereinsbank machen Anleger sogar Minus: Hier erhält der Sparer für eine feste Laufzeit von einem Jahr nur 0,4 Prozent Zinsen.
Die Tester raten, mit einem gut verzinsten Tagesgeldkonto, z.B. bei der Bank of Scotland, die 2,3 Prozent Zinsen pro Jahr bietet, flexibel zu bleiben und dann schnell zu reagieren, wenn die Zinsen steigen sollten. Wer Zinssicherheit möchte, sollte sich mit seinen Sparanlagen nicht länger als drei Jahre binden.
Der ausführliche Test der Zinsen von Tagesgeld und Festgeld findet sich in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und unter www.test.de/zinsen.
Eine Übersicht über aktuelle Konditionen für >Tagesgeld< und >Festgeld< finden Sie auch auf unserer Internetseite.
03 November 2009
Neue Spielregeln für Banken und Kunden
Haben Sie auch Post von ihrer Hausbank bekommen? Einen dicken Briefumschlag mit lauter engbedruckten Seiten mit der Überschrift "Änderung unserer Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB)"? Das haben sie sich sicher auch ganz genau durchgelesen? Nicht? Na, dann könnte unsere kleine Zusammenfassung der wesentlichen Änderungen interessant für sie sein.
Die Änderungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) basiert auf den neuen Anforderungen der "EU-Zahlungsrichtlinie" und deren Umsetzung in deutsches Recht. Gültig ist das seit dem 01.11.2009.
Die wesentlichen Änderungen/Neuerungen sind:
a) Überweisungsaufträge sind -wenn sie in einer Bankfiliale abgegeben werden- unwiderruflich; irrtümlich überwiesene Beträge können nicht mehr "zurückgeholt" werden (das gilt auch bei Zahlendrehern in der angegebenen Empfängerkontonummer)
b) bei einer Überweisung zählt künftig nur noch die Empfängerkontonummer; Banken sind nicht mehr verpflichtet, darauf zu achten, ob Empfängername und Empfängerkontonummer zusammenpassen; das spielt allerdings nur eine Rolle, wenn Sie bislang Überweisungen in Papierform in einer Bankfiliale abgegeben haben; beim Online-banking oder bei Überweisungen an andere Banken war eine solche Prüfung auch bisher schon nicht vorgesehen oder gar nicht möglich
c) bei einem Verlust beispielsweise der EC-Karte (inkl. Diebstahl) kann der Bankkunde künftig mit bis zu 150 Euro Selbstbehalt/Eigenanteil am Schaden beteiligt werden, allerdings haben die insbesondere die Sparkassen und Genossenschaftsbanken diesen Selbstbehalt gestrichen
d) die zulässigen Laufzeiten für Überweisungen von Bank zu Bank wurden neu definiert:
- innerhalb einer Bankfiliale: einen Tag
- innerhalb einer Bank oder Sparkasse: zwei Tage
- Inlandsüberweisung zu einer anderen Bank/Sparkasse: drei Tage
- Auslandsüberweisungen ins EU-Ausland oder in den europäischen Währungsraum: fünf Tage
Insgesamt ergibt sich nur wenig neues. Allerdings sollte man künftig bei Überweisungen noch genauer darauf achten, die richtige Empfängerkontonummer zu verwenden. Ansonsten kann man falsch überwiesenen Beträgen lange hinterherlaufen.
Weitere Infos zum Thema Zahlungsverkehr und Girokonten finden Sie auf unserer Internetseite unter www.bankmitarbeiter.de/html/kostenloses_girokonto.html
Die Änderungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) basiert auf den neuen Anforderungen der "EU-Zahlungsrichtlinie" und deren Umsetzung in deutsches Recht. Gültig ist das seit dem 01.11.2009.
Die wesentlichen Änderungen/Neuerungen sind:
a) Überweisungsaufträge sind -wenn sie in einer Bankfiliale abgegeben werden- unwiderruflich; irrtümlich überwiesene Beträge können nicht mehr "zurückgeholt" werden (das gilt auch bei Zahlendrehern in der angegebenen Empfängerkontonummer)
b) bei einer Überweisung zählt künftig nur noch die Empfängerkontonummer; Banken sind nicht mehr verpflichtet, darauf zu achten, ob Empfängername und Empfängerkontonummer zusammenpassen; das spielt allerdings nur eine Rolle, wenn Sie bislang Überweisungen in Papierform in einer Bankfiliale abgegeben haben; beim Online-banking oder bei Überweisungen an andere Banken war eine solche Prüfung auch bisher schon nicht vorgesehen oder gar nicht möglich
c) bei einem Verlust beispielsweise der EC-Karte (inkl. Diebstahl) kann der Bankkunde künftig mit bis zu 150 Euro Selbstbehalt/Eigenanteil am Schaden beteiligt werden, allerdings haben die insbesondere die Sparkassen und Genossenschaftsbanken diesen Selbstbehalt gestrichen
d) die zulässigen Laufzeiten für Überweisungen von Bank zu Bank wurden neu definiert:
- innerhalb einer Bankfiliale: einen Tag
- innerhalb einer Bank oder Sparkasse: zwei Tage
- Inlandsüberweisung zu einer anderen Bank/Sparkasse: drei Tage
- Auslandsüberweisungen ins EU-Ausland oder in den europäischen Währungsraum: fünf Tage
Insgesamt ergibt sich nur wenig neues. Allerdings sollte man künftig bei Überweisungen noch genauer darauf achten, die richtige Empfängerkontonummer zu verwenden. Ansonsten kann man falsch überwiesenen Beträgen lange hinterherlaufen.
Weitere Infos zum Thema Zahlungsverkehr und Girokonten finden Sie auf unserer Internetseite unter www.bankmitarbeiter.de/html/kostenloses_girokonto.html
21 September 2009
Lehman: Sparkasse Hannover bietet Vergleich an
Handelsblatt vom 21.09.2009: Die Sparkasse Hannover hat rund 1 000 Anlegern einen Vergleich angeboten, die durch den Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman geschädigt wurden. Für Lehman-Papiere bietet das Institut je nach Kaufdatum 50 bis 75 Prozent des Nominalwertes, wie die Sparkasse am Montag mitteilte.
Versicherungsvermittler: Allianz und Alte Leipziger boten die schlechteste Beratung
Pressemitteilung Stiftung Warentest/Finanztest: Versicherungsvermittler beraten ihre Kunden nicht gut. Bei einem Test des Versicherungsaußendienstes 26 großer Versicherer boten die Vertreter von Allianz und Alte Leipziger besonders dürftige Beratungen. Aber auch die anderen Unternehmen konnten insgesamt nicht überzeugen, kein Versicherer erreichte das Qualitätsurteil „Gut“. Zu diesem Ergebnis kommt die Zeitschrift Finanztest in ihrer Oktoberausgabe, nachdem sie in 182 Testgesprächen die Beratungsleistung des Außendienstes bei der Vermittlung von Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherungen getestet hat.
Beim Test stellte sich heraus, dass der vermittelte Versicherungsschutz in den wenigsten Fällen dem tatsächlichen Bedarf entsprach. Besonders ungenügend waren die Vorschläge für alleinerziehende Frauen. Auch die wichtigen Angaben der Kunden zu Vorerkrankungen wurden oft nicht in die Versicherungsformulare eingetragen, z.B. mit dem Hinweis: „Das lassen wir besser weg“. Damit riskiert der Kunde, dass die Versicherung die Leistung später verweigert. Die Information der Kunden über die angebotenen Verträge ließ zu wünschen übrig. Vielfach waren Versicherungsbedingungen und Produktinformationsblätter so schlecht aufbereitet, dass sie für den Kunden praktisch wertlos waren. Ein Allianz-Vertreter übergab sogar 165 lose Seiten.
Insgesamt gab es bei allen Versicherern einzelne gute Beratungen. Nirgends aber konnte man sich auf eine durchgängige Beratungsqualität verlassen. Von den 26 Lebensversicherungsgesellschaften erhielten 20 ein „Befriedigend“, 6 weitere noch ein „Ausreichend“. Insgesamt am besten schnitten die Vermittler von HDI Gerling und VGH ab.
Der ausführliche Test findet sich in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und unter www.test.de/versicherungsvermittler.
Beim Test stellte sich heraus, dass der vermittelte Versicherungsschutz in den wenigsten Fällen dem tatsächlichen Bedarf entsprach. Besonders ungenügend waren die Vorschläge für alleinerziehende Frauen. Auch die wichtigen Angaben der Kunden zu Vorerkrankungen wurden oft nicht in die Versicherungsformulare eingetragen, z.B. mit dem Hinweis: „Das lassen wir besser weg“. Damit riskiert der Kunde, dass die Versicherung die Leistung später verweigert. Die Information der Kunden über die angebotenen Verträge ließ zu wünschen übrig. Vielfach waren Versicherungsbedingungen und Produktinformationsblätter so schlecht aufbereitet, dass sie für den Kunden praktisch wertlos waren. Ein Allianz-Vertreter übergab sogar 165 lose Seiten.
Insgesamt gab es bei allen Versicherern einzelne gute Beratungen. Nirgends aber konnte man sich auf eine durchgängige Beratungsqualität verlassen. Von den 26 Lebensversicherungsgesellschaften erhielten 20 ein „Befriedigend“, 6 weitere noch ein „Ausreichend“. Insgesamt am besten schnitten die Vermittler von HDI Gerling und VGH ab.
Der ausführliche Test findet sich in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und unter www.test.de/versicherungsvermittler.
16 September 2009
Finanztest warnt vor riskanten Finanzprodukten in neuer Verpackung
Verständlichere Zertifikate und Anleihen – das haben die Banken in der heißen Phase der Finanzkrise versprochen. Doch jetzt stellt die Stiftung Warentest fest, dass sie weiter mit den gleichen Tricks arbeiten, um für den Kunden ungünstige Finanzprodukte in neuer Verpackung zu verkaufen. Außerdem bringen sie weiterhin Papiere auf den Markt, die so kompliziert gestrickt sind, dass weder die Anleger noch die Berater in den Banken sie verstehen, so die Experten der Zeitschrift Finanztest in der Oktober-Ausgabe.
Ob Variozins-Garant D 09/09 bei der DZ Bank, Commerzbank Global Champion II oder BRIC Performance Express Zertifikat bei Morgan Stanley – wenn die Zins- und Rückzahlung einer Geldanlage von 50 oder gar 210 Bedingungen abhängt, dann ist das Anlageprodukt unverständlich. Nach Einschätzung von Finanztest sind bereits Papiere mit mehr als fünf Bedingungen schwer zu durchschauen – und normale Anleger sollten ihre Finger davon lassen.
Zurzeit arbeiten die Banken vor allem mit zwei Tricks, um ihre Anlageprodukte zu verkaufen. Trick 1: Sie benennen das Produkt um. Statt Zertifikat – nach dem Desaster mit den Lehman-Zertifikaten ein Begriff mit schlechtem Image – heißen die Finanzprodukte nun Anleihe. Gelogen ist das zwar nicht, weil Zertifikate rechtlich Anleihen sind. Trotzdem sollten Anleger nicht auf dieses Ablenkungsmanöver hereinfallen.
Trick 2: Viele ihrer neuen Finanzprodukte statten die Banken mit einer Kapitalgarantie aus – so lässt sich das Papier besser verkaufen. Der Haken daran: Die Garantie ist nur so viel wert wie die Kreditwürdigkeit der Bank, die das Zertifikat herausgibt. Geht sie pleite, ist das Geld ebenso verloren wie bei Lehman Brothers. Außerdem gilt: Eine Geldanlage, die nur das angelegte Geld sichert und keine oder kaum Rendite bringt, ist wenig sinnvoll.
Von welchen Finanzprodukten der Banken Anleger besser ihre Finger lassen sollten steht in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und im Internet unter www.test.de.
Ob Variozins-Garant D 09/09 bei der DZ Bank, Commerzbank Global Champion II oder BRIC Performance Express Zertifikat bei Morgan Stanley – wenn die Zins- und Rückzahlung einer Geldanlage von 50 oder gar 210 Bedingungen abhängt, dann ist das Anlageprodukt unverständlich. Nach Einschätzung von Finanztest sind bereits Papiere mit mehr als fünf Bedingungen schwer zu durchschauen – und normale Anleger sollten ihre Finger davon lassen.
Zurzeit arbeiten die Banken vor allem mit zwei Tricks, um ihre Anlageprodukte zu verkaufen. Trick 1: Sie benennen das Produkt um. Statt Zertifikat – nach dem Desaster mit den Lehman-Zertifikaten ein Begriff mit schlechtem Image – heißen die Finanzprodukte nun Anleihe. Gelogen ist das zwar nicht, weil Zertifikate rechtlich Anleihen sind. Trotzdem sollten Anleger nicht auf dieses Ablenkungsmanöver hereinfallen.
Trick 2: Viele ihrer neuen Finanzprodukte statten die Banken mit einer Kapitalgarantie aus – so lässt sich das Papier besser verkaufen. Der Haken daran: Die Garantie ist nur so viel wert wie die Kreditwürdigkeit der Bank, die das Zertifikat herausgibt. Geht sie pleite, ist das Geld ebenso verloren wie bei Lehman Brothers. Außerdem gilt: Eine Geldanlage, die nur das angelegte Geld sichert und keine oder kaum Rendite bringt, ist wenig sinnvoll.
Von welchen Finanzprodukten der Banken Anleger besser ihre Finger lassen sollten steht in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und im Internet unter www.test.de.
ING-DiBa: neue Form der Kundeninformation
Die ING-DiBa führt für Finanzprodukte einen "Beipackzettel" ein, der auf "Risiken und Nebenwirkungen" der von der ING-DiBa angebotenen Finanzprodukte hinweisen soll. Zu jedem Produkt, beispielsweise dem Tagesgeldkonto ("Extra-Konto") gibt es auf einer DIN-A-4 Seite eine kurze Produktbeschreibung mit entsprechenden Hinweisen zu Chancen und Risiken. Diese Kundeninformationen sind online im PDF-Format abrufbar und können so auch auf dem eigenen Rechner gespeichert werden.
Stichwort "Extra-Konto" der ING-DiBa...die Zinskonditionen liegen mit derzeit 2,5% jährlich im oberen Bereich...mehr Informationen dazu finden Sie auch unter www.bankmitarbeiter.de/html/extra-konto_ing-diba.html
Stichwort "Extra-Konto" der ING-DiBa...die Zinskonditionen liegen mit derzeit 2,5% jährlich im oberen Bereich...mehr Informationen dazu finden Sie auch unter www.bankmitarbeiter.de/html/extra-konto_ing-diba.html
06 Juli 2009
Riester-Rente: Online-Rechner meist mangelhaft
Das "Versicherungsmagazin" hat 50 Online-Rechner zur Riester-Rente getestet und festgestellt, dass gerade mal 2 davon die Riesterförderung tatsächlich richtig berechnen. 5 weitere Rechner von Versicherungsgesellschaften konnten immerhin die reinen Riesterzulagen richtig berechnen, haben aber bei der Berechnung der Steuervorteile versagt. Die übrigen Online-Rechner konnten nicht einmal die einfachen Zuslagen korrekt berechnen.
Wer sich auf die eigenen Berechnungen auf Internetseiten verlässt, ist also meist verlassen. Gerade beim Thema Riesterrente sollte man auf die Beratung echter Fachleute und nicht auf die Künste von Programmierern setzen.
Wer sich auf die eigenen Berechnungen auf Internetseiten verlässt, ist also meist verlassen. Gerade beim Thema Riesterrente sollte man auf die Beratung echter Fachleute und nicht auf die Künste von Programmierern setzen.
04 Juli 2009
Ratenkredite: misslungene Reform
Der Bundestag wollte die Rechte der Verbraucher bei dem Abschluss von Ratenkrediten stärken. Unter anderem sollen sog. "Lockvorgelangebot" mit Traumzinssätzen, die in der Realität niemand bekommt, unterbleiben.
Der Grundgedanke war nichts schlecht, herausgekomen ist aber nur ein Reförmchen, das bei genauerer Betrachtung sogar verbraucherfeindlich ist. Zum einen müssen Banken auch zukünftig nicht die teilweise horrenden Kosten für Restschuldversicherungen im Effektivzins berücksichtigen. Zum anderen können Ratenkredite künftig nicht mehr nach 6 Monaten Laufzeit mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten gekündigt werden. Die Kündigung ist künftig jederzeit möglich - aber nur gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung. Über die Höhe dieser Vorfäligkeitsentschädigung wird es -erfahrungsgemäß- immer wieder zu Streit kommen.
Mehr Infos zum Thema Ratenkredite finden Sie unter: www.bankmitarbeiter.de/html/ratenkredite.html
Der Grundgedanke war nichts schlecht, herausgekomen ist aber nur ein Reförmchen, das bei genauerer Betrachtung sogar verbraucherfeindlich ist. Zum einen müssen Banken auch zukünftig nicht die teilweise horrenden Kosten für Restschuldversicherungen im Effektivzins berücksichtigen. Zum anderen können Ratenkredite künftig nicht mehr nach 6 Monaten Laufzeit mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten gekündigt werden. Die Kündigung ist künftig jederzeit möglich - aber nur gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung. Über die Höhe dieser Vorfäligkeitsentschädigung wird es -erfahrungsgemäß- immer wieder zu Streit kommen.
Mehr Infos zum Thema Ratenkredite finden Sie unter: www.bankmitarbeiter.de/html/ratenkredite.html
25 Juni 2009
Null-Pozent-Finanzierungen können teuer werden
Auf Spiegel-Online ist derzeit zu lesen, dass Verbraucherschützer vor den "hohen Kosten" sog. Null-Prozent-Finanzierungen warnen, wie sie immer wieder von Handelsunternehmen angeboten werdeb. Demnach können Gebühren zu tatsächlichen Kreditkosten von rund 5% führen.
Man kann sicher trefflich darüber streiten, ob Unternehmen, die derartige Finanzierungsmodelle anbieten, in der Werbung auch die Nebenkosten angeben müssen. Sicher ist es nicht richtig mit "Kost nix!" zu werben, wenn diese Kredite eben doch nicht ganz kostenlos sind.
Viel dramatischer ist aber, dass diese Null-Prozent-Finanzierungen von vielen Verbrauchern nicht als Kredite verstanden werden und das sog. Schufa-Scoring verschlechtern. Das kann vor allem dann ärgerlich und auch teuer werden, wenn Verbraucher größere Kredite, beispielsweise auch eine Immobilienfinanzierung, benötigen. Die "Null-Prozent-Kredite" stehen in der Schufa. Werden sie bei der Beantragung einer Immobilienfinanzierung nicht angegeben, weil man sie nicht als Kredit versteht, werden Banken mindestens nachfragen , warum keine richtigen Angaben gemacht wurden. Mehrere dieser Kredite verschlechtern zudem -auch wenn sie erledigt (= bezahlt) sind- das Schufa-Scoring. Das wiederum kann sehr schnell dazu führen, dass man von einer Bank schlechtere Ziskonditionen angeboten bekommt oder die Immobilienfinanzierung komplett abgelehnt wird. Und spätestens dann wird eine Null-Prozent-Finanzierung richtig teuer.
Mehr Infos zum Thema "Kredite und Finanzieren" finden Sie unter www.bankmitarbeiter.de/html/kredite_und_finanzierung.html
Man kann sicher trefflich darüber streiten, ob Unternehmen, die derartige Finanzierungsmodelle anbieten, in der Werbung auch die Nebenkosten angeben müssen. Sicher ist es nicht richtig mit "Kost nix!" zu werben, wenn diese Kredite eben doch nicht ganz kostenlos sind.
Viel dramatischer ist aber, dass diese Null-Prozent-Finanzierungen von vielen Verbrauchern nicht als Kredite verstanden werden und das sog. Schufa-Scoring verschlechtern. Das kann vor allem dann ärgerlich und auch teuer werden, wenn Verbraucher größere Kredite, beispielsweise auch eine Immobilienfinanzierung, benötigen. Die "Null-Prozent-Kredite" stehen in der Schufa. Werden sie bei der Beantragung einer Immobilienfinanzierung nicht angegeben, weil man sie nicht als Kredit versteht, werden Banken mindestens nachfragen , warum keine richtigen Angaben gemacht wurden. Mehrere dieser Kredite verschlechtern zudem -auch wenn sie erledigt (= bezahlt) sind- das Schufa-Scoring. Das wiederum kann sehr schnell dazu führen, dass man von einer Bank schlechtere Ziskonditionen angeboten bekommt oder die Immobilienfinanzierung komplett abgelehnt wird. Und spätestens dann wird eine Null-Prozent-Finanzierung richtig teuer.
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23 Juni 2009
Lehman-Pleite: Hamburger Sparkasse muss Schadensersatz leisten
Das hatte sich die Hamburger Sparkasse (HASPA) wohl nicht recht träumen lassen, denn sie wurde vom Hamburger Landgericht dazu verurteilt, einem ihrer Kunden 10.000 Euro zu erstatten. Diese 10.000 Euro hatte der Kunde auf Anraten seines HASPA-Beraters in Zertifikate von Lehman-Brothers investiert.
Das Landgericht Hamburg begründete den vollständigen Schadensersatz damit, dass dem Kunden nicht deutlich gemacht wurde, dass die Zertifikate nicht der deutschen Einlagensicherung unterliegen und sie zudem wegen Provisionszahlungen ein sehr eigenes Interesse am Verkauf der Papiere hatte.
Die HASPA hatte vereinzelt geschädigten Kunden Vergleichsangebote gemacht (wahrscheinlich, um Klagen auf vollen Schadensersatz zu vermeiden), die bei ca. 20-30 Prozent der Anlagesumme gelegen haben.
Auch jetzt mag die HASPA noch nicht daran glauben, dass sie Schadensersatz leisten muss, denn sie ist sofort in Berufung gegangen.
Das Landgericht Hamburg begründete den vollständigen Schadensersatz damit, dass dem Kunden nicht deutlich gemacht wurde, dass die Zertifikate nicht der deutschen Einlagensicherung unterliegen und sie zudem wegen Provisionszahlungen ein sehr eigenes Interesse am Verkauf der Papiere hatte.
Die HASPA hatte vereinzelt geschädigten Kunden Vergleichsangebote gemacht (wahrscheinlich, um Klagen auf vollen Schadensersatz zu vermeiden), die bei ca. 20-30 Prozent der Anlagesumme gelegen haben.
Auch jetzt mag die HASPA noch nicht daran glauben, dass sie Schadensersatz leisten muss, denn sie ist sofort in Berufung gegangen.
22 Juni 2009
Falschberatung bei Banken: Bundesgerichtshof stärkt Verbraucher
Deutsche Anleger können Banken wegen falscher Beratung auch noch in Fällen belangen, die bis zu 30 Jahre zurückreichen. Mit einem Urteil stärkt der Bundesgerichtshof ("BGH") die Rechte von Bankkunden grundlegend.
In dem aktuellen Fall gaben die BGH-Richter einem Kunden Recht, der im Jahr 2000 für 140.000 Euro Aktienfonds bei der Hypo-Vereinsbank gekauft hat. Der angestellte Finanzberater der Hypo-Vereinsbank hatte dem Kunden verschwiegen, dass die Bank von der Fondsgesellschaft Verkaufsprovisionen ("Kickbacks") erhält. Die Richter des BGH stellten fest, dass die Kreditinstitute schon lange wissen müssen, dass sie über diese Rückvergütungen aufklären müssen. Und das auch nicht, wie viele Juristen bislang geglaubt haben erst seit Inkrafttreten der sog. europäische MiFID-Richtlinie 2007.
Banken können sich auch nicht mehr damit herausreden, dass die Angestellten der Bank nichts von den Kickbacks wussten. Sie hätten ihre Mitarbeiter darauf hinweisen müssen.
Aktenzeichen des Urteils: XI ZR 586/07
In dem aktuellen Fall gaben die BGH-Richter einem Kunden Recht, der im Jahr 2000 für 140.000 Euro Aktienfonds bei der Hypo-Vereinsbank gekauft hat. Der angestellte Finanzberater der Hypo-Vereinsbank hatte dem Kunden verschwiegen, dass die Bank von der Fondsgesellschaft Verkaufsprovisionen ("Kickbacks") erhält. Die Richter des BGH stellten fest, dass die Kreditinstitute schon lange wissen müssen, dass sie über diese Rückvergütungen aufklären müssen. Und das auch nicht, wie viele Juristen bislang geglaubt haben erst seit Inkrafttreten der sog. europäische MiFID-Richtlinie 2007.
Banken können sich auch nicht mehr damit herausreden, dass die Angestellten der Bank nichts von den Kickbacks wussten. Sie hätten ihre Mitarbeiter darauf hinweisen müssen.
Aktenzeichen des Urteils: XI ZR 586/07
16 Juni 2009
Finanztest: Girokonten - 17 sind kostenlos ohne Bedingungen
Bei einem Vergleich der Preise für Girokonten von 67 Kreditinstituten hat die Zeitschrift Finanztest 17 kostenlose Girokonten mit EC-Karte ermittelt. Mit solchen Angeboten gehen sowohl Groß- und Direktbanken als auch Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie Sparda- und PSD-Banken auf Kundenfang.
Für Filialkunden ist die Auswahl allerdings beschränkt. Nur das Top-Girokonto der norisbank ist bundesweit zu haben und es spielt keine Rolle, ob der Kunde das Konto per PC oder Telefon führt oder dafür die Filiale nutzt. Bargeld bekommt der Kunde gebührenfrei an 7.000 Geldautomaten. Ein vergleichbares Angebot machen sonst nur viele regionale PSD-Banken. Onlinekunden sind bei comdirekt bank, ING-Diba, MBS in Potsdam, Wüstenrot Bank und der regionalen Saalesparkasse ebenso gut aufgehoben.
Neben dem Kontopreis ist es wichtig, kostenlos Geld am Automaten ziehen zu können. Die ING-Diba, zum Beispiel, erlaubt es ihren Kunden, mit der Visa-Kreditkarte an allen Automaten in Euroland Geld abzuheben. Bares gibt es inzwischen im Supermarkt an den Kassen von Rewe und Penny. Bei einer Mindesteinkaufssumme kann der Kunde bis zu 200 Euro pro Tag und Markt kostenfrei ausgezahlt bekommen. Laut Finanztest wollen Lidl und Netto nachziehen.
33 Banken im Test knüpfen das kostenlose Konto an Bedingungen, zum Beispiel einen bestimmten monatlichen Geldeingang oder den Kauf von Genossenschaftsanteilen.
Das Überziehen des Girokontos bleibt weiterhin sehr teuer, auch bei den Gratiskonten. Hier fallen Dispozinsen bis zu 14,25 Prozent (bei der Postbank) an, im Durchschnitt sind es rund 12 Prozent.
Der ausführliche Test findet sich in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und im Internet unter www.test.de
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Eine Auwahl kostenloser Girokonten finden Sie auch unter www.bankmitarbeiter.de/html/kostenloses_girokonto.html
Für Filialkunden ist die Auswahl allerdings beschränkt. Nur das Top-Girokonto der norisbank ist bundesweit zu haben und es spielt keine Rolle, ob der Kunde das Konto per PC oder Telefon führt oder dafür die Filiale nutzt. Bargeld bekommt der Kunde gebührenfrei an 7.000 Geldautomaten. Ein vergleichbares Angebot machen sonst nur viele regionale PSD-Banken. Onlinekunden sind bei comdirekt bank, ING-Diba, MBS in Potsdam, Wüstenrot Bank und der regionalen Saalesparkasse ebenso gut aufgehoben.
Neben dem Kontopreis ist es wichtig, kostenlos Geld am Automaten ziehen zu können. Die ING-Diba, zum Beispiel, erlaubt es ihren Kunden, mit der Visa-Kreditkarte an allen Automaten in Euroland Geld abzuheben. Bares gibt es inzwischen im Supermarkt an den Kassen von Rewe und Penny. Bei einer Mindesteinkaufssumme kann der Kunde bis zu 200 Euro pro Tag und Markt kostenfrei ausgezahlt bekommen. Laut Finanztest wollen Lidl und Netto nachziehen.
33 Banken im Test knüpfen das kostenlose Konto an Bedingungen, zum Beispiel einen bestimmten monatlichen Geldeingang oder den Kauf von Genossenschaftsanteilen.
Das Überziehen des Girokontos bleibt weiterhin sehr teuer, auch bei den Gratiskonten. Hier fallen Dispozinsen bis zu 14,25 Prozent (bei der Postbank) an, im Durchschnitt sind es rund 12 Prozent.
Der ausführliche Test findet sich in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und im Internet unter www.test.de
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Eine Auwahl kostenloser Girokonten finden Sie auch unter www.bankmitarbeiter.de/html/kostenloses_girokonto.html
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